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Durch die Luft sausen: Das bietet eine Seilrutsche, hier der Flying Fox in Leogang. Foto: SALE Touristik/dpa-tmn
Durch die Luft sausen: Das bietet eine Seilrutsche, hier der Flying Fox in Leogang. Foto: SALE Touristik/dpa-tmn
22.05.2019

Gemeinderat hat entschieden: Flying-Fox kommt zur Fly-Line in Schömberg

Schömberg-Oberlengenhardt. Einmal mehr für heftige Diskussionen und einen Sitzungssaal voller Bürger und Gäste aus Nachbargemeinden hat der Bauantrag zum Neubau einer Fly-Line beim geplanten Aussichtsturm in Oberlengenhardt sowie der Neubau eines Flying-Fox zwischen Aussichtsturm und Kurpark Schömberg in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats gesorgt.

Ein weiteres, geplantes Projekt, der Flying-Fox, der durch das Eulenbachtal führen solle, sei derzeit aufgrund diverser behördlicher Themen zurückgestellt, erläuterte Bürgermeister Matthias Leyn. Bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung ist der Bauantrag für die beiden Anlagen schließlich durchgegangen.

Die Baugenehmigung des Landratsamts Calw für den 50 Meter hohen Holzturm mit Stahlkern in Oberlengenhardt hat die Gemeinde bereits vor mehreren Wochen erhalten (PZ hat berichtet). Das Projekt wird die Gemeinde rund 2,5 Millionen Euro kosten, wobei etwa die Hälfte des Geldes vom Land Baden-Württemberg kommt. Den Bauantrag für die Fly-Line und die Flying-Fox-Anlage haben nun die privaten, ortsansässigen Investoren und Brüder Jürgen und Michael Wernecke gestellt. „Da es sich in diesem Fall um einen privaten Bauantrag handelt, haben wir diverse Fristen einzuhalten“, antwortete Leyn einer Bürgerin, die zuvor in der Fragestunde moniert hatte, dass diese Entscheidung in der letzten Sitzung des alten Gemeinderats getroffen wird.

Ganz grundsätzliche Kritik an den beiden beantragten Anlagen kam auch vonseiten der SPD-Fraktion. „Unsere Fraktion hat einst zugestimmt“, räumte Elvira Mösle-Reisch ein, kritisierte jedoch, dass die Kosten des Ganzen explodierten und für sie kein Naturerlebnis mehr erkennbar sei, wenn die Fly-Line einfach nur rund um den Turm herum zum Boden führe. Die Fraktion störe sich außerdem an den erforderlichen, nicht schönen Stahlstützen und forderte zudem zu erfahren, ob für den Flying-Fox eine Schneise in den Wald geschlagen werden müsse.

Zustimmung vonseiten der CDU-Fraktion signalisierte hingegen Ulrike Mayrhofer. Sie kritisierte zudem scharf die Kehrtwende der SPD. „Seit vier Jahren besprechen wir das Thema ausführlich im zuständigen Ausschuss und die SPD war immer mit an Bord“, sagte sie. Es gebe einen einheimischen Investor und die vier Kliniken am Ort seien begeistert, so Mayrhofer weiter.

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