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Mit großem Bahnhof wurde Udo Mack (Mitte) als CDU-Gemeinderat in der Aula der Heynlinschule Stein, seinem ehemaligen beruflichen Wirkungskreis, verabschiedet. Altlandrat Werner Burckhart (links) und Heiko Genthner, Bürgermeister von Königsbach-Stein, ehrten Mack mit der Heynlinmedaille für seine Verdienste. Foto: Faulhaber
Mit großem Bahnhof wurde Udo Mack (Mitte) als CDU-Gemeinderat in der Aula der Heynlinschule Stein, seinem ehemaligen beruflichen Wirkungskreis, verabschiedet. Altlandrat Werner Burckhart (links) und Heiko Genthner, Bürgermeister von Königsbach-Stein, ehrten Mack mit der Heynlinmedaille für seine Verdienste. Foto: Faulhaber
11.10.2017

Gemeinderat-Urgestein Udo Mack sagt Adieu

Königsbach-Stein. Die große Heynlinmedaille des Enzkreises hatte der ehemalige Landrat Werner Burckhart zur feierlichen Verabschiedung des langjährigen Gemeinderats Udo Mack in die Aula der Heynlinschule nach Stein mitgebracht. Gerne habe er auf Anfrage von Bürgermeister Heiko Genthner die Rolle des Laudators übernommen, so Burckhart, seien er und Mack doch langjährige Weggenossen mit vielen Gemeinsamkeiten. Und das schon seit 1971, als Mack erstmals in den Gemeinderat gewählt wurde und er selbst zum Landratstellvertreter.

Burckhart erinnerte an Macks jahrzehntelanges Wirken als Technischer Leiter des Jugendchors Stein-Eisingen sowie an seinen Hauptberuf als Lehrer und Rektor der Heynlinschule. Im Ehrenamt und im Beruf habe Mack vielen jungen Menschen einen besonderen Zugang zur Kultur vermittelt und tue es heute noch. 46 Jahre habe sich Mack als Gemeinderat für die Gesellschaft eingesetzt, und dazu noch über 40 Jahre und immer noch im Kreistag des Enzkreises. Der Altlandrat unterstrich, „seine Zugewandtheit zu den Menschen, seine Verantwortungsbereitschaft, sein Interesse am Gemeinwohl und seine Fähigkeit, sich auf unterschiedliche Menschen einzulassen und sich mit ihnen und ihren Meinungen sachlich auseinanderzusetzen, hat Herr Mack auch als Gemeinderat immer wieder unter Beweis gestellt.“ Und das unter fünf Bürgermeistern unterschiedlicher politischer Ausrichtung und Persönlichkeit. „Schon das war eine besondere Leistung.“ Burckhart nannte große und wichtige Projekte des Enzkreises an denen Mack mitgewirkt habe. „Gemeinde und Kreis und die anderen Einrichtungen und Institutionen, in denen sich Herr Mack ehrenamtlich betätigt hat oder noch betätigt, sind ihm dafür großen Dank schuldig.“ Aber auch seiner Familie, ohne deren Rückhalt Macks Einsatz für die Gemeinschaft nicht möglich gewesen wäre.

Bürgermeister Heiko Genthner erinnerte daran, dass der erfolgreiche Zusammenschluss der selbstständigen Gemeinden Königsbach und Stein im Jahr 1974 sicherlich auch ein Stück weit Macks Verdienst gewesen sei. Die Funktionen und Ämter zu benennen, die Mack in den 46 Jahren als CDU-Gemeinderat und seit 1972 als Fraktionsvorsitzender innegehabt habe, wäre mehr als abendfüllend, so Genthner. „Ohne Ihre Kompetenz, ohne Ihre Ideen, ohne Ihr Engagement würde Königsbach-Stein sicherlich heute nicht so dastehen, wie die Gemeinde dasteht.“ In seinen Dank schloss Genthner auch den Dank seines Vorgängers Bernd Kielburger mit ein und den des gesamten Gemeinderats. Ein exklusives Schreibgerät aus Königsbacher Produktion und einen Gutschein für einen Hubschrauberrundflug übergab er als Anerkennung.

Engagement stärkt Demokratie

Udo Mack ließ in seinen Dankesworten „Blitzlichter“ seines Lebens Revue passieren und zitierte als Antwort auf die Frage, warum er das auf sich genommen habe, den Bundestagspräsidenten Norbert Lammert: „Die Demokratie steht und fällt mit dem Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger.“ Die musikalische Umrahmung hatte das Akkordeonorchester Stein unter Leitung von Kurt Kasper übernommen.