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Organisierte Kriminalität geht Frauen etwas an, davon sind Referentin Dagmar Frank (links) und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Pforzheim, Susanne Brückner, überzeugt. Warum, das hat die die Gründerin des Webportals W-T-W Women and Finance im Politischen Salon am Mittwochabend deutlich gemacht. Dast-Kunadt 

Gemeinsam gegen Korruption: Expertenvortrag in Pforzheim

Enzkreis/Pforzheim. Der Schulungsraum im vierten Stock der Volkshochschule Pforzheim-Enzkreis entspricht optisch vielleicht nicht ganz der Veranstaltungsüberschrift „Politischer Salon“. Die fehlende Salon-Atmosphäre macht am Mittwochabend jedoch Dagmar Frank wett. Die Referentin der Auftaktveranstaltung zum diesjährigen Programm der Seminarreihe „Mitmischen – Einmischen – Aufmischen“, die die beiden Gleichstellungsbeauftragten von Stadt und Land, Susanne Brückner und Martina Klöpfer, seit vielen Jahren anbieten, ist Gründerin des Webportals W-T-W Woman and Finance.

An diesem Abend stellt sie sich und einem guten Dutzend interessierter Zuhörerinnen die Frage: „Organisierte Kriminalität – was geht uns Frauen das an?“ Und gibt auch gleich die Antwort darauf: „Viel.“

Frauen und Kinder weltweit seinen überproportional stark von organisierter Kriminalität und Korruption betroffen, sagt sie. Umso mehr seinen sie im Umkehrschluss auf stabile Regierungen, soziale Systeme und die Eindämmung der Korruption angewiesen. Eigentlich. Denn tatsächlich würden immer mehr Staaten von der Organisierten Kriminalität unterwandert, so Frank. „Korruption unterminiert Behörden, Politik und Rechtssysteme in Ländern wie etwa Griechenland oder Afrika“, so die Referentin. Mit der Folge, dass das soziale Gefüge geschwächt und untergraben werde.

Aber auch hierzulande sei es ein Problem. „Alleine in Deutschland werden jährlich 100 Milliarden Dollar gewaschen“, so Frank weiter, die schließlich den Bogen zu der Frage spannt, was Frauen dagegen tun können?

„Stellen Sie Fragen, informieren Sie sich, gehen Sie zu Wahlen und stärken die Demokratie, würdigen Sie Whistelblower, die Polizei, Journalisten und Geldwäscheexperten“, fordert sie ihre Zuhörer auf. Man solle den Filz aus Kumpanei, Vertuschung und Verschleierung bewusst wahrnehmen, hinschauen und in Netzwerken Lösungsmöglichkeiten diskutieren, sagt sie. Gleichzeitig warnt Frank jedoch davor jeden Nachbarn, der sich ein wenig merkwürdig verhält, zu denunzieren.

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