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Die Eritreer waren mit der Backkunst von Peter Hoppe (rechts) zufrieden. In ihrer Heimat sehen die Backöfen ganz anders aus. Eschwey
Die Eritreer waren mit der Backkunst von Peter Hoppe (rechts) zufrieden. In ihrer Heimat sehen die Backöfen ganz anders aus. Eschwey
18.10.2015

Gemeinschaft nach Rezept: Flüchtlinge und Bürger backen gemeinsam

Sie kommen aus Eritrea, aus Afghanistan oder dem Iran und haben in Schömberg eine vorläufige Bleibe gefunden. Um ihnen und der Bevölkerung die Gelegenheit zu geben, in Kontakt zu kommen, wurde zum gemeinsamen Backen ans Backhaus des Heimat- und Geschichtsvereins eingeladen. „Hoffentlich kommen die Menschen auch“, sagte Gabriele Freimüller vom Arbeitskreis Asyl bei der Vorbereitung. Und sie kamen.

„Das ist eine gute Gelegenheit mal wieder Brot zu backen und mir persönlich einen Eindruck von den Menschen zu verschaffen“, sagte Petra Wöhr aus Schömberg. Ums nähere Kennenlernen ging es auch Jonas Berhane aus Eritrea, der seit zwei Monaten in Langenbrand lebt. Deshalb hat er mit seinen Schicksalsgenossen Teig vorbereitet, um zu zeigen, wie man in seiner Heimat Brot backt. Vereinsbäcker Peter Hoppe hatte den Ofen eingeheizt.

Zunächst wurden die von den Schömbergern mitgebrachten Kuchen und Pizzen gebacken. Um die Wartezeit zu verkürzen, hatte Walter Frey seine Gitarre mitgebracht. Nach den Kuchen und Pizzen hatte der Ofen die richtige Temperatur fürs Fladenbrot der Eritreer. Dies ließ man sich das Fladenbrot mit der Knoblauchcreme der Schömbergerinnen schmecken. „Das schmeckt prima, so stelle ich mir multi kulti vor“, sagte Brigitte Prutner. Gesättigt und gut gelaunt wurden viele Gespräche geführt und Kontakte geknüpft. Wo es noch an der Sprache haperte, wurde gestikuliert.