nach oben
Erst im August geschlossen, soll der frühere evangelische Kindergarten „Nußbaumstraße“ als Gemeindekindergarten auf Zeit wiederbelebt werden. Foto: Manfred Schott
Erst im August geschlossen, soll der frühere evangelische Kindergarten „Nußbaumstraße“ als Gemeindekindergarten auf Zeit wiederbelebt werden. Foto: Manfred Schott
18.09.2015

Gerade erst geschlossener Kindergarten wird wiederbelebt

Gleich in der ersten Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause war die Nachfrage nach Kindergartenplätzen in Ispringen ein zentrales Thema. Die evangelische Kirchengemeinde hat ihren Kindergarten „Nußbaumstraße“ Anfang August dieses Jahres wegen räumlicher Unzulänglichkeiten endgültig verlassen. Als Ersatz dafür wurde die Kindertagesstätte „Am Breitenstein“ erweitert und renoviert. Aber dass der Gesamtbedarf an Kindergartenplätzen nicht gedeckt werden konnte, war der Gemeinde klar.

Derzeit, so Bürgermeister Volker Winkel, könnten für zwölf Kinder keine Plätze angeboten werden. Teilweise werden sie in Kämpfelbach betreut. Auf Antrag der Verwaltung stimmte der Gemeinderat jetzt zu, den inzwischen von der politischen Gemeinde erworbenen Kindergarten „Nußbaumstraße“ für 15 Kinder übergangsweise zu reaktivieren.

Bereits im Mai legte die Verwaltung dem Rat drei Alternativen für zeitnah zu schaffende Kindergartenplätze vor: die Umnutzung eines Klassenraumes in der Otto-Riehm-Schule, in der Nachbarschaft des dortigen Gemeindekindergartens; die Aufstellung von Containern oder die Übernahme des Kindergartens „Nußbaumstraße“. Der Klassenraum kann wegen der jetzt intensiveren Zusammenarbeit mit der Winterrainschule nicht realisiert werden und die Containeranmietung ist sehr teuer und außerdem mangels Containerangebot auch kaum zu realisieren, sagte Ruppender. Realistisch sei deshalb, den Kindergarten „Nußbaumstraße“ zu ertüchtigen. Allerdings stelle die Kindergarten-Fachberatung des Enzkreises einige Anforderungen, deren Kosten ein Architekt mit 74 000 Euro kalkuliert hat. Mit Blick auf diese Kosten, aber auch auf die zusätzlich entstehenden verhältnismäßig hohen Personalkosten waren die Meinungen innerhalb des Rates recht unterschiedlich. Letztendlich einigte sich der Rat mehrheitlich darauf, dem Verwaltungsvorschlag zuzustimmen – bei einer Deckelung der Sanierungskosten auf 35 000 Euro und einem möglichst straffen Personaleinsatz.