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27.09.2016

Gericht entscheidet: Algerische Zugräuber wandern hinter Gitter

Pforzheim/Enzkreis. Zwei Asylbewerber aus Algerien sind zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Pforzheimer Gericht setzt mit der Höhe des Strafmaßes ein Zeichen gegen Diebstahldelikte.

Am Ende half weder standhaftes Leugnen noch der Entschuldigungsversuch bei den Opfern. Vor dem Pforzheimer Amtsgericht wurden am Dienstag zwei algerische Asylbewerber zu Haftstrafen verurteilt. Im Juli 2015 hatten die beiden 28-jährigen Männer nachts im Regionalexpress zwischen Stuttgart und Enzberg Fahrgäste bedrängt, geschlagen und beraubt. Einer der drei Täter ist noch flüchtig. Während des Prozesses hatten seine beiden Mittäter immer wieder versucht, den Großteil der Schuld auf ihn abzuwälzen. Trotzdem wurde der angeklagte Rädelsführer des Trios wegen gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Raub in mehreren Fällen zu drei Jahren und zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Sein Komplize, dem eine Beteiligung an den Diebstählen nicht zweifelsfrei nachzuweisen war, muss wegen gefährlicher Körperverletzung für ein Jahr und drei Monate hinter Gitter. Damit folgte das Pforzheimer Schöffengericht punktgenau der Forderung von Staatsanwalt Marco Mayer.

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