nach oben
14 Rehe sind gerissen worden.
14 Rehe sind gerissen worden.
25.05.2011

Gerissene Rehe: Gezügelte Forderungen nach Leinenzwang

ENZKREIS. Schockierend diese Zahlen: 14 gerissene Rehe in Neuenbürg, neue tote Tiere in Remchingen und auch in Birkenfeld finden Jäger immer wieder Wildtiere mit zerfleischten Hinterläufen oder aufgerissenen Bäuchen. Die Meldungen häufen sich in diesem Jahr. Schnell wird gefordert, in den Waldgebieten der Gemeinden Leinenpflicht für Hunde einzuführen.

„Ich habe das Gefühl, dass das Problem immer größer wird“, sagt Kreisjägermeister Dieter Krail. Bei den jüngsten Fällen in Neuenbürg ist die Spurenlage derart unklar, dass die Jäger Luchse, Wilderer und auch freilaufende Hunde als Übeltäter im Visier hatten. Krail rät davon ab gleich den Leinenzwang für Hunde einzuführen: "Das ist sinnvoll für ein bestimmtes Gebiet wie beispielsweise den Waldrand, aber nicht flächendeckend."

Für Ilona Szabo-Zilly vom Hundesportverein Wilferdingen wäre ein Leinenzwang eine andere Form der Tierquälerei. "Ein Hund braucht Auslauf. Und wenn ich ihn im Griff habe, hört er auch." Daher plädiert sie für einen Hundeführerschein. Sandra Lernhardt vom Hundesportverein Mühlacker hingegen findet Leine okay: "Wer seinen Hund nicht kontrollieren kann, dass sieht man ihm nicht von der Ferne an."

Leserkommentare (0)