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Symbolbild: dpa
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13.07.2017

Gesamtelternbeirat unterstützt SPD-Forderung für kostenlose Kita-Plätze

Pforzheim/Enzkreis. Der PZ-Artikel „Beitragsfreie Kita ist ein heißes Eisen“ hat nach Ansicht des Gesamtelternbeirats Pforzheimer Kindertagesstätten (GEPK) die von der Bundes-SPD in ihrem Wahlprogramm thematisierte Forderung „in ein negatives Licht getaucht“, da sich Verwaltungschefs und Kämmerer „ihre Meinung nicht objektiv, sondern von Sachzwängen geleitet, gebildet“ hätten. Sie machten ihre Zustimmung zu einem von der SPD geforderten, gesetzlich geregelten, kostenfreien Bildungszugang für Kinder davon abhängig, ob die Kommunen diesen Aufwand stemmen müssten oder der Bund verantwortlich zeichnet.

Die Diskussionsgrundlage sollte aber laut GEPK nicht die Finanzierung sein, „sondern der grundsätzliche Stellenwert frühkindlicher Bildung im Vergleich zur schulischen Bildung“. Die Stimmung in der PZ-Umfrage sei jedoch im Tenor verhalten bis negativ, da die Kostenfrage im Vordergrund stehe.

Unabhängig von den zumeist kritischen Anmerkungen müsse laut GEPK die grundsätzliche Frage aber nicht lauten, ob es finanziell möglich, sondern ob die Beitragsfreiheit vom Denkansatz her richtig sei: Solle man das Kindesrecht auf frühkindliche Bildung als Privatsache der jeweiligen Eltern betrachten? Oder müsse jedes Kind seinen gesetzlichen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz, der seit 1. August 2013 bestehe, unabhängig von der finanziellen Lage der Eltern erfüllt bekommen, indem es verpflichtend im Alter von vier bis fünf Jahren eine Betreuungseinrichtung besucht?

Bedingung hierfür wäre, dass frühkindliche Bildung und schulische Bildung vor dem Gesetz als gleichwertig betrachtet würden. Mit allen Vor- und Nachteilen. Da Bildung Ländersache sei, müsste, wie von der SPD gefordert, auch das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern zumindest aufgeweicht werden. Nur so könnten Rechtsansprüche auch finanziell realistisch eingelöst werden. Eltern müssten sich nach GEPK-Ansicht allerdings auch bewusst sein, dass eine Kita-Pflicht ein Eingriff in ihre Elternrechte wäre, angefangen bei restriktiverer Urlaubsplanung.

Aktuell sei der Zugang zu Bildung nach wie vor von der sozialen Herkunft eines Kindes geprägt. Dass dies geändert werde, so die GEPK-Sichtweise, sei „im Interesse eines jeden Bürgers“. Der Generationenvertrag funktioniert in Zukunft wohl nur, wenn vielen jungen Menschen von Anfang an ein offener Zugang zu Bildungschancen ermöglicht werde. Ob das Recht des Kindes auf einen Betreuungsplatz auch mit einer Kindergartenpflicht verknüpft werden sollte, sei eine zentrale Frage.

helmut
14.07.2017
Gesamtelternbeirat unterstützt SPD-Forderung für kostenlose Kita-Plätze

Wer dafür zuständig ist kann man noch einige Jahre vor sich herschieben. Muss man gesamtdeutsch lösen. Alles andere ist Wischi Waschi und Konkurrenzkampf zwischen ärmeren und reicheren Kommunen. Die Zeit zu fordern ist gerade günstig. Was bei Hager noch mangels Masse noch schwelte wird jetzt akut. Alte Masche. Wer abgewählt wurde dreht sich auf dem Absatz rum und fordert wozu er selbst nicht in der Lage war das zu erfüllen. mehr...

Holzhacker
14.07.2017
Gesamtelternbeirat unterstützt SPD-Forderung für kostenlose Kita-Plätze

Auch noch Kindergarten Profi. Sie sind wirklich der unentdeckte Wunder affe der BRD. Wenn nicht sogar interkontinenztal! Achwas! Interstellar!... mehr...

powertrommeln rudi
14.07.2017
Gesamtelternbeirat unterstützt SPD-Forderung für kostenlose Kita-Plätze

[QUOTE=Holzhacker;280671]Auch noch Kindergarten Profi. Sie sind wirklich der unentdeckte Wunder affe der BRD. Wenn nicht sogar interkontinenztal! Achwas! Interstellar![/QUOTE] ...mindestens. mehr...

ROSAROT
14.07.2017
Gesamtelternbeirat unterstützt SPD-Forderung für kostenlose Kita-Plätze

Ich habe in dem Artikel nichts (!!!) vom "abgewählten OB Hager" entdecken können. Sondern nur Sätze, in denen es um die absolute Einstufung des Themas "Kita" als Bildungsaufgabe geht, die damit Aufgabe des Landes wäre. Und wenn der Bund den Ländern entsprechende Mittel zur Verfügungs stellen würde, wäre das ganze Finanzgejammer unnötig. Insoweit kann man die Stellungnahme der Elternbeiräte nur begrüssen. Es ist ein Skandal, daß Schule und Studium vom Staat weitgehend kostenfrei angeboten ...... mehr...