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Mit kraftvollen Beiträgen glänzte der Traditionschor des Gesangvereins „Freundschaft“ Ersingen beim Konzert „Querbeet“ in der Turn- und Festhalle, dirigiert von Richard Reiling (rechts). Foto: Martin Schott
Mit kraftvollen Beiträgen glänzte der Traditionschor des Gesangvereins „Freundschaft“ Ersingen beim Konzert „Querbeet“ in der Turn- und Festhalle, dirigiert von Richard Reiling (rechts). Foto: Martin Schott
21.11.2016

Gesangverein „Freundschaft“ Ersingen im bunten Garten der Lieder

Kämpfelbach-Ersingen Die Musik ist wie ein großer Garten, in dem man „querbeet“ gehen und die schönsten Blumen und Früchte ernten kann. Von diesem Leitmotiv geprägt hat der Gesangverein „Freundschaft“ Ersingen sein jährliches Konzert unter das Motto „Querbeet“ gestellt und, gemeinsam mit Gastchören, die schönsten „Lieder, Songs und Hits“ für das Publikum gepflückt. Letzteres hatte sich zahlreich eingefunden in der Ersinger Turn- und Festhalle, wo Gesangvereinsvorsitzender Richard Reiling als Conférencier durch den klangvollen Abend führte.

Den Auftakt machten die „Ersingers“, der moderne Chor der „Freundschaft“ unter der Leitung von Chordirektor Richard Reiling. Sie ließen den „Kleinen grünen Kaktus“ der Comedian Harmonists hochleben, gingen mit Reinhard Mey auf eine Reise „Über den Wolken“ und landeten, „Mamma Mia“, schließlich in Schweden bei Abba. Zum ersten Mal zu Gast bei der „Freundschaft“ in Ersingen war das Ensemble „Chorioso“ des Gesangvereins aus Mühlhausen an der Enz. An musikalischen Blüten hatten die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Mark Ayzikov das Spiritual „I want to go to heaven“ und den Klassiker „Something stupid“ von Frank Sinatra und seiner Tochter Nancy im Gepäck. Mit Bruno Mars versprach „Chorioso“: „You know you can count on me, like one, two, three“.

Bekenntnis zur Liebe

Ein klares Bekenntnis zur „Liebe“ in all ihren musikalischen Ausdrucksformen legte der Chor „Way Up“ mit Dirigent Thomas Schild ab. Klatschen, Schnippen, Mitsingen, alles war ausdrücklich erlaubt bei „Love changes everything“, „Crazy little thing called love“ oder „It’s so easy to fall in love“.

Einen üppigen Riesenstrauß an Liedern hatte der „Flutlichtchor“ aus Dennach in seinen Schwarzwaldbergen gepflückt und ins Kämpfelbachtal gebracht. Der Chor, ebenfalls geführt von Mark Ayzikov, erfreute mit Bill Whithers „Lean on me“ und dem Liza Minnelli-Hit „Life is a Cabaret“. Auch im Gepäck: „By the Boab-Tree“ aus dem Filmepos „Australia“. Beinahe eng auf der Bühne wurde es, als sich der „Flutlichtchor“ und „Chorioso“ auf der Bühne vereinten. Mit Mark Ayzikov am Klavier huldigten sie dem jüngst verstorbenen Leonard Cohen mit dessen „Hallelujah“, erinnerten an Udo Jürgens mit „Ich glaube“ und präsentierten Hubert von Goiserns „Weit, weit weg“ in österreichischer Originalsprache.

Besondere Höhepunkte des Gesangsabends boten die Auftritte von René Reiling. Der 36-jährige Tenor, begleitet von Andrea Baumann am Klavier, ließ das feierliche „Pie Jesu“ aus Andrew Lloyd Webbers preisgekröntem „Requiem“ aus dem Jahr 1984 einfühlsam erklingen. René Reiling brillierte auch mit „Nessun dorma“, der Arie des Prinzen Kalaf aus Giacomo Puccinis letzter Oper „Turandot“. In hervorragender stimmlicher Verfassung zeigte sich auch der „Traditionschor“ des gastgebenden Ersinger Gesangvereins, der unter der Leitung von Richard Reiling den „Feuerstrom der Reben“ aus Johann Straussens Operette „Die Fledermaus“ besang und beschwingt Ihre Majestät „Champagner der Erste“ anerkannte. „Lieder des Jubels steigen zum Himmel empor“ hieß es schließlich im kraftvollen Finale des Traditionschors in den „Klängen der Freude“ nach Edward Elgars „Pomp and Circumstance-Marches“.