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Studie einer Stromleitung mit neuen Kompaktmasten von der Firma Europoles: In Kieselbronn setzt man in diese schlankeren Träger der 380-Kilovolt-Kabel große Hoffnungen. Sie führen den Strom elf Meter breit statt der 31 Meter bei herkömmlichen Gittermasten. Und das elektromagnetische Feld soll kleiner sein Foto: Europoles
Studie einer Stromleitung mit neuen Kompaktmasten von der Firma Europoles: In Kieselbronn setzt man in diese schlankeren Träger der 380-Kilovolt-Kabel große Hoffnungen. Sie führen den Strom elf Meter breit statt der 31 Meter bei herkömmlichen Gittermasten. Und das elektromagnetische Feld soll kleiner sein Foto: Europoles
17.07.2015

Gespanntes Warten auf die Stromtrasse und neue Kompaktmasten

Kieselbronn/Enzkreis/Pforzheim. Vor allem Kieselbronn zieht hinter den Kulissen einige Strippen: Die geplante 380-Kilovolt-Leitung soll den Ort möglichst wenig belasten. Hoffnungen setzt man dabei auf neuartige Kompaktmasten für den Strom.

Es waren zuletzt Rückmeldungen aus der Landespolitik, die signalisiert haben, dass es langsam aber sicher ernst wird mit den Plänen für eine neue Höchstspannungsleitung durch die Region. Von Birkenfeld soll sie am Ende bei Ötisheim auf eine bestehende Überlandleitung treffen und eine Lücke schließen. Schon im frühen Stadium der Pläne wurde aber auch deutlich, dass die Menschen, die künftig in der Nähe der 380-Kilovolt-Leitung leben, von dieser Aussicht nicht begeistert sind. Die Ispringer hatten – mit Erfolg – darum gerungen, dass die Trasse Abstand zum Wohngebiet Mahler hält. Ein kleines Stück weiter östlich ist Spannung auch im übertragenen Sinn groß. Drei Varianten sind noch im Spiel – zwei davon wären Kieselbronns Reible und dem dortigen Kindergarten sehr nahe.

Kein Wunder, dass es Kieselbronns Bürgermeister Heiko Faber war, der sich zuletzt tief in das Thema eingearbeitet hat und der auch auf politischer Ebene nach Verbesserungsmöglichkeiten suchte. In einem Brief an Umweltminister Franz Untersteller hatte Faber seine Verwunderung geäußert, warum der Bund Pilotstrecken für das Verlegen von Höchstspannungsleitungen unter die Erde im Blick hat – das große Projekt in der Region jedoch ausspart. Untersteller teilt zwar den Wunsch nach bundesweit mehr Erdkabel-Versuchen, konnte dem Kieselbronner Wunsch aber nicht viel Hoffnung machen. Ganz anders als bei einer anderen Technik, die sich mittlerweile auch zu Fabers Hoffnungsträger Nummer eins gemausert hat: sogenannte Kompaktmasten.

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