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Gesperrt bis Anfang Dezember ist die B 294 in Neuenbürg ab dem Ortsausgang, die Betriebe im Gewerbegebiet sind erreichbar, Autofahrer kommen über Waldrennach in den Landkreis Calw. Foto: Seibel
Gesperrt bis Anfang Dezember ist die B 294 in Neuenbürg ab dem Ortsausgang, die Betriebe im Gewerbegebiet sind erreichbar, Autofahrer kommen über Waldrennach in den Landkreis Calw. Foto: Seibel
11.09.2016

Gesperrte Bundesstraßen in der Region: Umleitungen und Schleichwege

Enzkreis/Pforzheim/Kreis Calw. Mal sehen, was auf den beiden aktuellen zwei Umleitungen los ist, wenn ab Montag nach den Ferien wieder der volle Berufsverkehr einsetzt. Zurzeit sind gleich zwei wichtige Bundesstraßen zu: die B 294 bei Neuenbürg und die B 463 im Nagoldtal zwischen Dillweißenstein und Unterreichenbach.

Für Berufspendler bedeuten die beiden Baustellen und die damit verbundenen langen Umleitungen erhebliche Eingriffe in die Anfahrt zum Arbeitsplatz. Die PZ hat die Ausweichstrecken unter die Lupe genommen.

Wie sieht es im oberen Enztal bei Neuenbürg aus? Von Pforzheim bis Höfen sind es über die B 294 auf direktem Weg 16 Kilometer. Die Ausweichstrecke über Birkenfeld und Straubenhardt ist gefühlt ein kilometerlanger Umweg. Tatsächlich sind es 22 Kilometer, also sechs Kilometer Umweg. Aber: Wenn man Pech hat und Lastwagen auf der kurvenreichen Gefällstrecke vor einem fahren, kann es dauern. Geduld ist gefragt. Die PZ-Testfahrt ergab: im Berufsverkehr nach rund 45 Minuten Ankunft an der Eyach-Brücke – statt gewöhnlich 20 Minuten. Wenn die Bahnschranke unten ist, staut es sich ordentlich. Staupotenzial haben die Kreisel in Birkenfeld und Neuenbürg. Auch in den Ortschaften Schwann und Dennach kann es eng werden und damit zu Wartezeiten kommen.

Gibt es einen Schleichweg durch Neuenbürgs Ortsmitte? Die Sanierung der B 294 führt im Augenblick dazu, dass der Durchgangsverkehr in der Neuenbürger Kernstadt steigt. Das liegt zum Teil an einer weiteren Baustelle – der Sperrung der Enzbrücke in der Bahnhofstraße, die derzeit saniert wird. Dadurch müssen Autofahrer, um aus der Innenstadt auf die Bundesstraße in Richtung Pforzheim zu kommen, einen Umweg über die Wildbader Straße in Kauf nehmen. Die Einmündung nahe des Finanzamtes in Richtung Schlossbergtunnel auf die B 294 ist durch eine doppelte Ampelanlage geregelt. Eine dritte Ampel befindet sich wenige Meter nach Durchfahrt des Tunnels Richtung Pforzheim. Sie soll gewährleisten, dass Anwohner aus dem Gebiet „Untere Reute“ auf die Bundesstraße einbiegen können.

Hat die Belastung in Büchenbronn zugenommen? Der Verkehr durch den Pforzheimer Stadtteil Büchenbronn wird stärker. Rund ein Drittel aller Fahrzeuge mit Calwer Kennzeichen rollte im Berufsverkehr am vergangenen Freitagmorgen durch Büchenbronn Richtung Pforzheim, wie die PZ beobachtete. Manche Fahrer aus dem Kreis Calw nutzen statt der offiziellen Umleitung den kürzeren Weg über die als eine Art Südtangente für Pforzheim funktionierende Strecke von Unterreichenbach nach Grunbach – zumal die früher so holprige Landesstraße saniert wurde und nun topfeben ist. Das Regierungspräsidium hat diesen Weg in Unterreichenbach für Autofahrer sogar ausgeschildert.

In Dillweißenstein nehmen Lkw-Fahrer derzeit offenbar verstärkt das für Laster verbotene Sträßchen nach Huchenfeld, haben Anwohner der PZ berichtet.