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18.09.2015

Gestiegene Steuereinnahmen bringen Engelsbrand ein Plus

Die Engelsbrander Kassenhüterin Jeanette Flentje hatte für das Jahr 2014 mit einer Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt in Höhe von rund 94 000 Euro gerechnet. Bei ihrem Bericht zur Feststellung der Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2014 hatte die Kämmerin aber äußerst erfreuliche Nachrichten zu verkünden.

Die Zuführung ist im Jahr 2014 – unter anderem wegen deutlich höherer Gewerbesteuereinnahmen und einiger -nachzahlungen – deutlich höher als erwartet ausgefallen und betrug am Ende fast eine Million Euro. Mit exakt 94115,14 Euro war die Zuführung am Ende mehr als zehn Mal höher als geplant. Dies führte dazu, dass nicht nur mehr Geld für Investitionen zur Verfügung stand. Vor allem konnte der Allgemeinen Rücklage ein stattlicher Betrag in Höhe von 917000 Euro zugeführt werden – geplant war eine Entnahme in Höhe von 199000 Euro. „Wir haben damit nun rund 4,3 Millionen Euro an Rücklagen“, freuten sich Rosenau und Flentje. „Das Geld können wir angesichts der vor uns liegenden Aufgaben auch gut gebrauchen“, so Rosenau, der wie seine Kämmerin unter anderem an den bevorstehenden Bau des Feuerwehrgerätehauses erinnerte.

Die Hoffnungen darauf, dass die Kommune auch im laufenden Jahr sowie in den Folgejahren entsprechend positive Abweichungen nach oben haben wird, dämpften die Kämmerin und Bürgermeister Bastian Rosenau aber bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Denn einerseits würden die Gewerbesteuereinnahmen in diesem und in den Folgejahren wohl wieder geringer ausfallen, andererseits würden mit zweijähriger Verzögerung die entsprechenden Umlagen fällig – die dann wieder den Haushalt belasteten.

Der Verwaltungshaushalt des Jahres 2014 hatte ein Volumen von 8,535 Millionen Euro, im Vermögenshaushalt wurden Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 1,386 Millionen Euro verbucht – bei Haushaltseinnahmeresten von etwas mehr als 60000 Euro und -ausgaberesten von fast 160000 Euro.

Dass das Jahr 2014 in Engelsbrand unterm Strich so positiv gelaufen ist, ist aber nicht alleine den Gewerbesteuermehreinnahmen zu verdanken. Auch bei der Zuweisung an Einkommenssteuer (plus 15000 Euro) und bei den Schlüsselzuweisungen (plus 84000 Euro) gab es Mehreinnahmen – ebenso bei den Bestattungsgebühren, die um 39000 Euro über dem Planansatz lagen. Neben Zinseinnahmen aus Trägerdarlehen gab es auch aus Holzverkäufen Mehrerlöse in Höhe von 10000 Euro. Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.