760_0008_9394070_Peru_Eisingerinnen_getsrandet
Auf eine baldige Rückkehr hoffen Maren Metzger, Sabrina Zimmer, Melina Metzger und Florentine Metzger (von links).  Foto: Privat 

Gestrandet im Ausland: Vier junge Frauen aus Eisingen sitzen in Peru fest

Eisingen/Peru. Vier junge Frauen aus Eisingen sitzen in Peru fest. Die Rückholaktion gestaltet sich schwierig. Melina Metzger, ihren Schwestern Maren und Florentine und Freundin Sabrina Zimmer hatten sich auf ihren Urlaub gefreut, als sie am 7.März ins Flugzeug stiegen. Dann kam Corona. „Gesundheitlich geht es uns gut“, sagt Metzger, „aber wir fragen uns natürlich schon, wann wir wieder zurück nach Hause können“.

Am 14. März erhielten sie die Mitteilung, dass ihr auf den 25. März terminierter Rückflug storniert wurde. Sie erfahren vom ersten Dekret des peruanischen Präsidenten, das Flugverbindungen nach Europa und Asien für 30 Tage untersagt. Dann wird das ganze Land unter Quarantäne gestellt. Einen Tag haben die Menschen noch Zeit, um Erledigungen zu machen. Die Touristinnen nutzen ihn, um in die nächstgrößere Stadt Cusco zu gelangen. Das Hostel dürfen sie nur verlassen, um einzukaufen, zum Arzt oder zur Apotheke zu gehen – einzeln. Mundschutz, Schal oder Tuch sind Pflicht.

Weltweit

Liveblog zum Coronavirus: Weltweit haben sich mehr als sechs Millionen Menschen seit Beginn der Pandemie nachweislich infiziert

Auf der Straße: Polizei und Militär. „Man wird kontrolliert, muss Ausweise vorzeigen und wird mit der Trillerpfeife zurechtgewiesen.“ Im Hostel erleben sie einen vorübergehenden Wasserausfall, es herrscht Gasknappheit. Sie suchen Kontakt zur deutschen Honorarkonsulin in Cusco. Ein Rückholprogramm ist ihre einzige Chance. Sie müssen auf das Auswärtige Amt und die deutsche Botschaft hoffen. Kommerzielle Flüge dürfen in Peru nicht mehr landen, Rückholtransporte müssen über den Militärflughafen in Lima erfolgen. Aber die Vier sitzen in Cusco. Sondergenehmigung und Passierscheine sind notwendig. Der Rücktransport muss nahtlos erfolgen, sonst müssen sie in Lima nochmal zwei Wochen in Quarantäne. Metzger hofft, dass sie Mitte kommender Woche zurückfliegen können.