760_0008_8637488_Leichenfund_11
Kriminaltechniker arbeiten am 2. Oktober 2018 am Fundort der Leiche.  Foto: Meyer 

Getöteter Simon Paulus: Verdächtiger gesteht Hilfe bei der Beseitigung der Leiche

Pforzheim/Birkenfeld. In einer Pressemitteilung haben Polizei und Staatsanwaltschaft am späten Mittwochnachmittag neue Erkenntnisse im Fall des getöteten Birkenfelders Simon Paulus gegeben. Demnach haben sich inzwischen drei Verdächtige geäußert - nur der Hauptverdächtige schweigt weiter.

Ende August war der 50-jährige Büchsenmacher Simon Paulus aus seiner Wohnung in Gräfenhausen verschwunden – Zeugen berichteten von einem Streit mit zwei Unbekannten.

760_0008_8637495_Leichenfund_19
Bildergalerie

Leiche in einem Pforzheimer Waldstück aufgefunden

"Während der 29-jährige Hauptverdächtige weiterhin in Untersuchungshaft sitzt und sich bislang weder zu den Vorwürfen noch der Motivlage äußerte, zeigten sich die drei anderen im Zusammenhang mit der Sonderkommission Wagner ermittelten und inhaftierten Personen umfassend aussagebereit und wurden gegen Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt", so die Polizei und die Staatsanwaltschaft in ihrer am 2. Januar 2019 veröffentlichten Mitteilung.

Während dem 29 Jahre alten, seit 16. Oktober 2018 in Untersuchungshaft sitzenden Italiener vorgeworfen wird, Simon Paulus getötet zu haben, waren die anderen Tatverdächtigen nach bisherigem Ermittlungsstand nicht an der Tötung des Büchsenmachers Paulus beteiligt. Nach bisherigem Kenntnisstand der Kriminalbeamten half der am 11. Dezember 2018 inhaftierte 42 Jahre alte dringend tatverdächtige Deutsche dem 29-jährigen Hauptverdächtigen bei der Beseitigung der Leiche und des Abtransports der entwendeten Waffen vom Tatort. Über den Verbleib der entwendeten Waffen können bislang noch keine verlässlichen Aussagen getroffen werden, so die Polizei weiter.

Fahndungserfolg im Fall Paulus: Kriminalkommissariats-Leiter im Interview
Video

So gelang der Fahndungserfolg im Fall Paulus

Der Haftbefehl gegen den 42-Jährigen wurde nach seinen Einlassungen am 21. Dezember 2018 gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Auch die Haftbefehle gegen den 26-jährigen Deutschen und gleichaltrigen Griechen, die wegen eines geplanten anderen Verbrechens inhaftiert worden waren, sind am 20. bzw. 27. Dezember gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden. Die beiden waren am 16. Oktober festgenommen, am 30. Oktober und 5. November freigelassen und Anfang Dezember wieder festgenommen worden.

Die Personalstärke der Sonderkommission wurde nunmehr auf zehn Mitglieder reduziert. Aktuell, so heißt es abschließend in der Pressemitteilung, werden die umfangreichen Akten beweiskräftig zum Abschluss gebracht, um sie in den nächsten Wochen der Pforzheimer Staatsanwaltschaft zur Prüfung vorlegen zu können.

760_0008_8659363_PK_Soko_Wagner_08
Bildergalerie

Pressekonferenz zum Fahndungserfolg im Fall Paulus

Mehr zum Thema:

Spuren in die Kampfsportszene: Mögliche Verbindung der beiden Verdächtigen im Fall Paulus

Soko Wagner: 42-Jähriger im Fall des getöteten Simon Paulus festgenommen

Fall Simon Paulus: Zwei Tatverdächtige erneut festgenommen

Neues im Fall des getöteten Simon Paulus: Was wir wissen - und was nicht

Mordfall Simon Paulus: Zwei Pforzheimer in U-Haft - Weiterer Raub geplant

Ticker zum Nachlesen: Ermittlungsstand im Vermisstenfall Simon Paulus