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Wenn’s aufgrund der angespannten Personalsituation an Schulen gar nicht mehr anders geht, werden auch Unterrichtsstunden gestrichen. Foto: Seidel/dpa-Archiv
Wenn’s aufgrund der angespannten Personalsituation an Schulen gar nicht mehr anders geht, werden auch Unterrichtsstunden gestrichen. Foto: Seidel/dpa-Archiv
03.01.2017

Gewerkschaft sieht Lehrer in Pforzheim und der Region am Ende ihrer Kräfte

Enzkreis/Pforzheim. Was ist nur an den Schulen los? Lehrer am Ende ihrer Kräfte, offene Stellen in den Kollegien, die unbesetzt bleiben, weil Kräfte auf dem Markt fehlen und eine Schieflage bei der Besoldung – diese drei Punkte stellte jüngst die Bildungsgewerkschaft GEW in den Mittelpunkt ihrer Kritik am Lehrermangel in der Region. Die Misere sei Alltag in den Schulen, so Joachim Eichhorn vom Teamvorstand der GEW Pforzheim/Enzkreis.

Eichhorn muss es wissen, ist er doch zugleich Schulleiter der Grund- und Werkrealschule in Niefern. „Selbst wenn alle Studierenden der Pädagogischen Hochschulen nach dem Abschluss in den Schuldienst kämen, wäre das zu wenig, um die offenen Stellen im Land zu besetzen“, sagt Eichhorn. Der Alltag in den Schulen: Hier ein Kollege grippekrank, da einer krankgeschrieben nach einem Unfall, dort eine schwangere Lehrerin, die in den Mutterschutz geht – „da wird es schon mal eng für einen vollen Unterricht“, so der Rektor. In seinen Ganztagsklassen zum Beispiel musste der Schulleiter kürzlich Notmaßnahmen ergreifen: „Zum ersten Mal haben wir vereinzelt die Nachmittagsstunden gestrichen.“

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