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Sturzbäche machten den Feuerwehren am Montag in Calmbach und Bad Wildbad zu schaffen. Foto: Feuerwehr Bad Wildbad/Oliver Eder
Sturzbäche machten den Feuerwehren am Montag in Calmbach und Bad Wildbad zu schaffen. Foto: Feuerwehr Bad Wildbad/Oliver Eder
11.06.2018

Gewitter treffen Calmbach und Bad Wildbad: Regenwasser bis zur Kellerdecke

Bad Wildbad. Die Gewitterfronten der vergangenen Tage hatten immer eines gemeinsam: Wenn es blitzte und donnerte konnte man sicher sein, dass es irgendwo in der näheren oder weiteren Region Orte mit erheblichen Überflutungen getroffen hat. Am Montagnachmittag blieben Pforzheim und Enzkreis zwar nach Feuerwehrangaben von schwereren Gewitterfolgen verschont – Calmbach und Bad Wildbad jedoch wurden hart getroffen. Der Kreisfeuerwehrverband Calw meldete 22 Hochwassereinsätze in der Kurstadt und ihrem Stadtteil.

Das Gewitter vom Nachmittag bescherte den Orten im oberen Enztal heftigen Starkregen – binnen 90 Minuten, so eine Schätzung, seien bis zu 79 Liter pro Quadratmeter gefallen. Wie der Bad Wildbader Kommandant Tido Lüdke mitteilte, waren die Abteilungen Bad Wildbad, Calmbach und Aichelberg im Einsatz, um Keller auszupumpen. In Calmbach lag dabei laut Kreisfeuerwehr der Schwerpunkt der Niederschläge. Alleine im Wohngebiet Fischau seien es elf Einsatzstellen gewesen. Immer waren vollgelaufene Keller gemeldet worden. An einem Haus im Calmbach beim Würzbach sei ein Keller bis unter die Decke mit Regenwasser gefüllt gewesen.

Als Grund machte die Feuerwehr den Würzbach aus: Er habe die Wassermassen aus den Gewitterwolken nicht schnell genug abführen können und sei schließlich übergequollen. In Bad Wildbad lief laut Feuerwehr das Untergeschoss der Sparkassenfiliale rund 20 Zentimeter voll. Die Endhaltestelle der Stadtbahn der Albtalverkehrsgesellschaft (AVG) musste gesperrt werden. Dort stand das Wasser rund 40 Zentimeter tief. Die Züge endeten im Bahnhof Bad Wildbad.

Die vergangenen Tage beschreibt der Calwer Kreisfeuerwehrverband als unheimlich kräftezehrend. Alle ehrenamtlichen Floriansjünger würden hoffen, dass jetzt eine gewisse Entspannung an der Wetterfront eintrete. Denn die jüngste Witterung habe die Kräfte der eingesetzten Feuerwehren teils mächtig strapaziert, so der Verband.