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Mithilfe einer Drohne zeigen Forstamtsleiter Frieder Kurtz (links) und Revierleiter Martin Schickle (rechts) Neulingens Bürgermeister Michael Schmidt (Mitte) den derzeitigen Zustand vieler Neulinger Bäume von oben.  Foto: Wessinger

Gezeichnet von Trockenheit und Käfern: Bäume im Neulinger Forst sind stark mitgenommen

Neulingen. Die Ausmaße der Trockenheit des vergangenen Jahres und des extremen Borkenkäferbefalls sind auch noch jetzt in den Wäldern von Neulingen zu sehen. Das verdeutlichten Revierleiter Martin Schickle und der Forstamtsleiter des Enzkreises, Frieder Kurtz, dem Gemeinderat rund um Bürgermeister Michael Schmidt vergangene Woche beim Waldbegang.

Vor allem viele Fichten im „Neulinger Wald“, der sich zwischen Göbrichen und Kieselbronn befindet, seien in der Vergangenheit von den Tieren befallen worden. In solchen Fällen müsse man, wie Schickle erklärte, schnell handeln, denn Borkenkäfer bohren sich durch die Rinde ihrer Wirts-Baumarten und legen dort sogenannte Brutgänge für ihre Nachkommen an. „Die Bäume müssen abgeholzt und schnellstmöglich abtransportiert werden“, sagte der Revierleiter, „damit die Käfer keinen neuen Befall verursachen.“

Dass auch die Hitze ihre Spuren hinterlässt und die Buchenkomplexkrankheit den Bäumen zu schaffen macht, davon konnten sich die Teilnehmer des Waldbegangs im Wald Büchig zwischen Göbrichen und Nussbaum überzeugen. „Trotz des nicht all zu hohen Alters der Buchen, weisen sie viele Schäden auf“, erklärte der Experte. Das Regenwasser dringe nicht mehr genügend in den trockenen Boden ein. Dünne Äste beispielsweise seien die Folge.

Keine größeren Probleme wie etwa andernorts verursachen in Neulingen hingegen Eichenprozessionsspinner, so Schickle. An einigen Stellen in der Gemeinde müsse man zwar gegen die Raupen vorgehen, doch tatsächliche Schäden, vor allem auch im Forst, habe man dadurch bisher noch keine gehabt.