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Lieber an der Leine: Frauchen Sigrun weiß um die Gefahren von Schneckenkorn und Giftködern. Mit ihren beiden Hunden Ivy und Annie hat sie vor einigen Jahren schlechte Erfahrungen mit Pestiziden von gespritzten Feldern gemacht. Foto: Meyer
Lieber an der Leine: Frauchen Sigrun weiß um die Gefahren von Schneckenkorn und Giftködern. Mit ihren beiden Hunden Ivy und Annie hat sie vor einigen Jahren schlechte Erfahrungen mit Pestiziden von gespritzten Feldern gemacht. Foto: Meyer
Blauer Fleck: So sieht einer der gefunden Giftbrocken aus. Foto: Tierheim
Blauer Fleck: So sieht einer der gefunden Giftbrocken aus. Foto: Tierheim
06.09.2017

Gift auf Gassistrecken - zwei Hunde bereits gestorben

Ispringen/Ölbronn-Dürrn. Die Sorge der Hundehalter in der Region ist groß: Auf Radwegen in Dürrn und Ispringen haben Spaziergänger blaue, etwa Zwei-Euro-Stück große Brocken entdeckt. Schnell gelten sie als ausgelegte Giftköder, rasch ist auch das Tierheim Pforzheim informiert. Neben der Angst vor einem Tierhasser, der gezielt Köder verteilt, beunruhigt Hundehalter auch die Vorstellung, dass sich die Köder durch den Regen verflüssigen und in Pfützen laufen.

„Die Situation ist angespannt“, sagt Linda Giek vom Tierheim, die ständig neue Meldungen erhält. Auch über zwei Hunde, die in den vergangenen Tagen nach einer Vergiftung verstorben seien. Die Polizei kann schließlich klären: Es seien keine gezielt ausgelegten Giftköder, sondern Schneckenkorn, dass Bauern auf den Feldern verteilt hätten und aus ungeklärter Ursache über die Äcker hinaus auf den vorbeiführenden Wegen gelandet sei. Unklar ist noch, wie viele Felder dies betrifft. Schneckenkorn ist ein Ungeziefervernichtungsmittel, dass kernförmig gepresst häufig auch im heimischen Garten eingesetzt wird. Das Gift wurde in Ispringen auf dem Betonweg Richtung Häckselplatz, in Dürrn auf dem Betonweg am Ortsausgang Richtung Kieselbronn, parallel zur Werner-Kiefer-Halle und auf dem Radweg von Dürrn nach Pforzheim entlang der B294 gefunden.

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