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Vom lauten Schlagen musste sich beim Jubiläum „50 Jahre neue Glocken auf dem Nußbaumer Kirchturm“ Jannik Sulzer vor zehn Jahren die Ohren zuhalten. Jetzt muss die Konstruktion saniert werden. Foto: Dietrich, Archiv
Vom lauten Schlagen musste sich beim Jubiläum „50 Jahre neue Glocken auf dem Nußbaumer Kirchturm“ Jannik Sulzer vor zehn Jahren die Ohren zuhalten. Jetzt muss die Konstruktion saniert werden. Foto: Dietrich, Archiv
27.11.2015

Glockenstuhl in Nußbaum muss ausgetauscht werden

Neulingen-Nussbaum. Nach dem Gottesdienst am 1. Advent bis zum Vorabend des 4. Advents läuten keine Glocken vom 33 Meter hohen Turm der über 700 Jahre alten Stephanskirche in Nußbaum.

Auch das Schlagen zu jeder Viertelstunde und zur vollen Stunde gibt es während dieser Zeit nicht. Grund ist, dass der Glockenstuhl ausgetauscht werden muss. Dabei wird die verbogene Metallkonstruktion, eine einfache Nachkriegsfertigung, komplett entfernt. Sie hätte zwar noch wenige Jahre gehalten, doch sind die Glockenlager so stark abgenutzt, dass eine Sanierung unumgänglich wurde. Dadurch soll vermieden werden, dass die Glocken aus Sicherheitsgründen stillgelegt werden oder gar eine Glocke durch die enormen Schwingungen aus dem Lager fällt und aus dem Turm geschleudert wird.

Hierzu wird die Firma Schneider aus Schonach im Schwarzwald vom 30. November bis 2. Dezember die Anlage demontieren und die Glocken an die Decke der Glockenstube hängen. Anschließend wird ein Zimmermann die defekte Balkenkonstruktion der Glockenstube sanieren und die neuen Schallläden einbauen. Ab dem 7. Dezember werden die Monteure den neuen Glockenstuhl setzen und die Anlage montieren. Der gesamte Glockenstuhl wird aus Eichenholz gefertigt. Das Landesdenkmalamt hat außerdem zur Auflage gemacht, dass keine Beschläge verwendet werden dürfen, sondern nur eine Verzapfung per Holz in Holz. Wie von Pfarrer Reinhard Ehmann zu erfahren war, belaufen sich die Kosten der Maßnahme auf zirka 42 000 Euro.Die Glocken läuten zum letzten Mal am Sonntag im Gottesdienst zum „Vaterunser“ und zum ersten Mal wieder zum Einläuten des Sonntags (Betglocke) am Samstag vor dem 4. Advent. Unberührt davon finden die Gottesdienste wie gewohnt statt.