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17.12.2010

Gnädiges Tief: Kaum Unfälle, kein Chaos in der Region, aber Flugausfälle in Stuttgart

PFORZHEIM/ENZKREIS/STUTTGART. Das Sturmtief «Petra» hat Baden-Württemberg Schneefall, Verwehungen und Glätte beschert - auf den Straßen blieb es aber in der Nacht und am Morgen meistens ruhig. "Keinerlei Einsätze" wegen Schnee und Eis hatte die Feuerwehr Pforzheim. Und in der Polizeidirektion Pforzheim blieb es die Nacht über ebenfalls ruhig. Zumindest bis 5.47 Uhr. Da kam die erste Nachricht von einem kleinen Unfall. Bis 8.30 Uhr gab es ein Dutzend Meldungen über Autos, die in den Graben gerutscht oder irgendwo angestoßen sind. Mehr als Blechschaden war nicht zu verbuchen.

Bildergalerie: Das Biet ist rundum eingeschneit

Bildergalerie: Schnee häuft sich in der Pforzheimer Innenstadt

Im Landkreis Calw lief der Berufsverkehr erwartungsgemäß etwas zäher. Nur im Bereich des Polizeireviers Nagold wurden zwischen 6.30 und 7.45 Uhr vier kleinere Blechschäden mit rund 10.000 Euro Schadenshöhe gezählt. Verletzt wurde glücklicher Weise niemand. Den Beamten des Polizeireviers Calw wurde bis um 9 Uhr kein Verkehrsunfall gemeldet.

Bildergalerie: Tief «Petra» hinterlässt Schneechaos

Bildergalerie: Sturmtief Petra brachte für Pforzheim Schnee, aber kein Chaos

«Eher gnädig» sei das Sturmtief gewesen, teilte die Polizei aus dem Landkreis Biberach mit. Und auch sonst im Land meldeten die Behörden kaum Unfälle in der Nacht. Es gab nur Leichtverletzte und Blechschäden. Dafür hatte es bereits früh angefangen, kräftig zu schneien. «Die Autobahnen sind alle weiß», sagte ein Sprecher der Polizei in Stuttgart. Es gab aber in der Nacht so wenig Verkehr auf den Straßen, dass weder zu Staus kam noch Sperrungen vorgenommen wurden.

In einigen Teilen des Landes mussten die Lastwagen aber ihre Schneeketten auflegen. Mehrere Straßen im Land mussten nach Unfällen ganz oder teilweise gesperrt werden. Nach Angaben des Innenministeriums kam es im ganzen Land bis zum frühen Morgen zu insgesamt 108 Unfällen. 17 Menschen wurden verletzt, es entstand ein Sachschaden von rund 450.000 Euro.

Am Flughafen Stuttgart mussten die Start- und Landebahnen am Morgen mehrfach kurzzeitig gesperrt werden, damit die Räumdienste die Flächen von Eis und Schnee befreien konnten. Etwa die Hälfte aller Flüge war verspätet, teilweise sogar um bis zu 90 Minuten. Am Flughafen Stuttgart fielen bis zum Morgen allein 20 an- und abkommende Flüge aus, sagte eine Sprecherin.

Die Autobahn 5 bei Ettlingen musste nach einem Unfall mit drei Lastwagen und einem Auto mehrere Stunden voll gesperrt werden. Vier Menschen wurden leicht verletzt. Bei Radolfzell (Kreis Konstanz) stießen ein Kleinlaster und ein Auto frontal zusammen. Sieben Menschen wurden schwer verletzt, die Bundesstraße 34 blieb für mehrere Stunden voll gesperrt. Bei den zahlreichen weiteren Unfällen im Land gab es meistens nur Blechschäden und Leichtverletzte.