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Drei Anlässe für ein Fest: Dorothee und Hans Schumacher feiern ihren 75. Geburtstag und 50. Hochzeitstag, zu diesem Anlass hat Tochter Katrin ein Puzzle mit Erinnerungsfotos gemacht. Foto: Molnar
Drei Anlässe für ein Fest: Dorothee und Hans Schumacher feiern ihren 75. Geburtstag und 50. Hochzeitstag, zu diesem Anlass hat Tochter Katrin ein Puzzle mit Erinnerungsfotos gemacht. Foto: Molnar
23.11.2017

Goldene Hochzeit: Dorothee und Hans Schumacher aus Birkenfeld feiern intensiv

Birkenfeld. Goldhochzeit und zwei Geburtstage sorgen dafür, dass am heutigen Freitag bei Dorothee und Hans Schumacher in Birkenfeld die Korken knallen können.

Es war Liebe auf den ersten Blick, als sich Dorothee und Hans Schumacher in Bad Wildbad kennenlernten – beim Skifahren auf dem Sommerberg. Vier Jahre später wurde in der Kurstadt geheiratet. Das ist jetzt 50 Jahre her. Vor einer Woche feierte das Ehepaar aus Birkenfeld mit 50 Gästen seine goldene Hochzeit, darunter das befreundete Künstlerehepaar Elisabeth Wilke und Jobst Schneiderat, die ein Ständchen überbrachten. Doch nicht nur das: Mitbegangen wurde auch gleich der 75. Geburtstag – und zwar von beiden. „Wir wollten ein Fest für alles“, sagt Dorothee Schumacher, die am heutigen Freitag 75 Jahre alt wird. Am Ehrentag ihres Mannes am 22. August unternahmen sie einen Ausflug zum Literaturmuseum Marbach – eine Leidenschaft, die sie seit Jahren teilen.

Mit dem oberrheinischen Museumspass sind die beiden oft unterwegs, besuchten so auch am runden Hochzeitstag einige Tage nach Hans Schumachers Geburtstag das Vitra Museum in Weil am Rhein. „Moderne Architektur interessiert uns beide“, so die gebürtige Wildbaderin, die seit der Heirat 1967 in Birkenfeld lebt und sich als Künstlerische Leiterin der Konzertreihe Musik aus Dresden einen Namen gemacht hat. 2015 erhielt sie dafür das Bundesverdienstkreuz.

Nach der mittleren Reife absolvierte Dorothee Schumacher, geborene Schwerdtfeger, eine Ausbildung zur zahnärztlichen Helferin in Neuenbürg. „Ich wollte eigentlich Buchhändlerin werden“, erzählt die Jubilarin. Bis zur Geburt von Sohn Andreas 1971 war sie in ihrem Beruf tätig. Im gleichen Jahr wurde gebaut – neben dem Elternhaus ihres Mannes, der gebürtiger Birkenfelder ist. 1975 kam Tochter Katrin auf die Welt. Elf Jahre später fing Schumacher wieder an zu arbeiten – als Sekre-tärin im Pfarramt, wo sie Kontakt zu Pfarrer Hans Haag bekam und von ihm 1989 die Organisation von Musik aus Dresden übernahm. „Ich musste 50 werden, um zu sehen, was ich kann“, sagt sie.