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Das Auge von Google Street View: Ein Kamerawagen auf der Hauptstraße in Niefern.
Das Auge von Google Street View: Ein Kamerawagen auf der Hauptstraße in Niefern.
26.06.2010

Google Streetview hat beinahe ganzen Enzkreis erfasst

ENKREIS. Die Internetfirma Google hat im Enzkreis annähernd flächendeckend Daten für den Dienst Street-View erhoben, sodass Google inzwischen alle oder zumindest fast alle Gemeinden im Gebiet des Enzkreises für Street-View erfasst haben dürfte. Dies teilte Innenminister Heribert Rech dem Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion und Enzkreisabgeordneten Hans-Ulrich Rülke im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage mit.

Proteste kamen im Enzkreis vor allem von der Stadt Maulbronn. Aufgrund der fortgeschrittenen Datensammlung, die laut Rech schon seit 2008 in vollen Gange ist, wird wohl ein Verbot nicht viel bringen. "Die in diesem Jahr durchgeführten Fahrten (sogennanten "Lückenfahrten") dienten überwiegend dazu, Aufnahmen in Straßen anzufertigen, die bei der früheren Befahrung nicht erfasst wurden oder Aufnahmen zu wiederholen, die den betrieblichen Anforderungen nicht entsprachen", so Rech an Rülke.

Rülke setzt sich dafür ein, dass die Eigentümer, Mieter und andere Betroffene ein Widerspruchsrecht gegen die Verarbeitung und Nutzung ihrer Daten erhalten sollen. "Obwohl bereits eine freiwillige Verpflichtung von Google besteht, Daten auf Widerspruch hin zu löschen, setzte ich mich hier für eine gesetzliche Lösung ein. Jeder Bürger hat es aber auch selbst in der Hand jetzt Widerspruch bei Google einzulegen", so Rülke, der klarstellte, dass Datenschutz im Internetzeitalter von höchster Wichtigkeit sei.

Das Innenministerium teilte hierzu mit: "Entsprechend den Zusagen gegenüber dem "Hamburgischen Beauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit" entsprechend werden jedoch Gesichter erfasster Personen und Gebäude, gegen deren Veröffentlichung im Internet Eigentümer oder Mieter Widerspruch eingelegt haben, unkenntlich gemacht."