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Am Neujahrstag wurde das ganze Ausmaß des Brandschadens sichtbar. Foto: Meyer (2)
Am Neujahrstag wurde das ganze Ausmaß des Brandschadens sichtbar. Foto: Meyer (2)
Bis nach Kapfenhardt waren die Flammen zu sehen. Foto: Privat
Bis nach Kapfenhardt waren die Flammen zu sehen. Foto: Privat
Der Hausrat ist zerstört.
Der Hausrat ist zerstört.
06.01.2016

Großbrand in Bieselsberg: Nur noch zwei Zimmer bewohnbar

Nancy Härter und ihr Lebensgefährte Harald Graf von Mainberg-Wallisch sitzen in der Küche und können es immer noch kaum fassen: Von dem Haus, in dem die 40-Jährige, ihre drei Kinder und der 53-Jährige wohnten, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Seit dem Brand, der in der Silvesternacht in Bieselsberg für einen Großeinsatz der Feuerwehr sorgte, ist ihr Leben ein einziges Provisorium – und das wird noch eine Weile so bleiben.

„Eigentlich ist fast alles kaputt“, meinen die beiden und schauen sich um. „Aber irgendwie muss es weitergehen.“ In dem Haus ist neben der Küche nur noch ein weiterer Raum bewohnbar. Dort leben die beiden im Moment. Die Kinder im Alter von 20, 17 und elf Jahren sind bei den Großeltern untergekommen.

Als in der Silvesternacht gegen 0.50 Uhr die Scheune direkt neben dem Haus in Brand geriet, warnten Nachbarn die Familie – und zwar bereits zum zweiten Mal. Kurz zuvor hatte die Mülltonne vor dem Haus gebrannt, der 53-Jährige hatte das Feuer gemeinsam mit einem Nachbarn gelöscht. Kaum war er zurück im Haus, klingelte es erneut: Diesmal stand die Scheune in Flammen. Die Familie rannte sofort nach draußen und erinnert sich mit Grausen an den Anblick. „Das war ein richtiges Flammeninferno“, sagen sie. Die Feuerwehr konnte zwar ein komplettes Übergreifen auf das Wohnhaus verhindern, aber die Schäden sind dennoch immens. Das Dach ist zum Teil abgedeckt, alle Räume an der Seite zur Scheune sind unbewohnbar, Möbel und Kleidung zerstört. Mittlerweile wurde das Dach mit einer Folie abgedeckt, Heizung und Strom funktionieren wieder – und die Nachbarn greifen der Familie unter die Arme. „Sie haben Wäsche gewaschen und für uns gekocht. Für die Hilfe sind wir sehr dankbar“, erzählt Nancy Härter, die trotz aller Widrigkeiten bereits wieder arbeiten war: „Irgendwie muss man sich ablenken.“

Wo die Familie während der Sanierungsarbeiten wohnen wird, ist unklar. Bürgermeister Matthias Leyn kündigte an, in den nächsten Tagen auf die Familie zuzugehen, um den Bedarf zu klären.

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