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Der Wabenbau auf einem Obstbaum wird erst sichtbar, wenn die Blätter fallen. 

Große Gefahr für Honigbienen: Nest der Asiatischen Hornisse in Langensteinbach entfernt

Karlsbad-Langensteinbach. Im Bereich der Steinighöfe in Langensteinbach wurde der Gemeinde vor einigen Wochen in den Ästen eines Baumes ein Hornissennest gemeldet. Der Hornissenfachberater des Landkreises Karlsruhe, Michael Lochmann, nahm den Wabenbau in Augenschein. Er stellte fest, dass es sich bei den Nestbewohnern um Asiatischen Hornissen handelt.

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) jagt und frisst Fliegen und Käfer, aber hauptsächlich Honigbienen. Sie belagern regelrecht Bienenstöcke und versuchen ferner, in den Stock einzudringen. Haben sie es geschafft, räumen sie die Bienenstöcke leer. Daher gelten die ursprünglich aus Südostasien stammenden Hornissen bei uns als Schädlinge und werden als invasive Art eingestuft.

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Hornissen-Fachberater Thomas Heiduck und Michael Lochmann (von links), die Freiwillige Feuerwehr Karlsbad und Garten- und Umweltamtsleiterin Sarah Esaias.

Häuft sich das Vorkommen der asiatischen Hornisse in den nächsten Jahren, werden unsere Honigbienen aussterben. Die Entdeckung eines solchen Wabenbaus, im Spätsommer hoch in den Bäumen freihängend, sollte immer unter umweltamt@karlsbad.de gemeldet werden. Meist erkennt man es erst im Herbst, wenn die Bäume ihre Blätter verloren haben.

Fachgerecht entfernt

In Rücksprache mit dem gemeindlichen Garten- und Umweltamt, dem Landratsamt Karlsruhe, Regierungspräsidium Karlsruhe und dem Umweltministerium wurde das in Langensteinbach gefundene Hornissennest am 2. November durch den Hornissenfachberater entfernt. Aufgrund der Höhe des Nestes musste die Freiwillige Feuerwehr Karlsbad unterstützend mit der Drehleiter tätig werden. So konnte das Nest fachgerecht entfernt und dem Naturkundemuseum Karlsruhe übergeben werden. Ebenfalls bei der Aktion anwesend waren Sarah Esaias (Garten- und Umweltamt der Gemeinde Karlsbad), Thomas Heiduck und Rainer Ewald (Hornissenfachberater), Steffen Dannewitz sowie die Drehleitermaschinisten Ralph Höger und Hagen Gassert.