760_0900_64025_mittlere_und_kleine_Garde_mit_der_Prinzi_.jpg
In den Urwald entführten die mittlere und kleine Garde das Publikum mit ihrem Showtanz.  Foto: Jürgen Keller 
760_0900_64027_grosse_Garde_Gardetanz_2E9J0004Prunksitzu.jpg
Eine Augenweide fürs Publikum waren die Gardetänze. Hier ist die große Garde der Klemmer am Start.  Foto: Jürgen Keller 
760_0900_64026_zur_Spieluhr_durften_tanzen_BM_Martin_Ste.jpg
Ein Tänzchen wagten Bürgermeister Martin Steiner und Prinzessin Jaqueline.  Foto: Jürgen Keller 

Große Prunksitzung der Gräfenhausener Klemmer vor vollem Haus

Birkenfeld-Gräfenhausen. Dass die Klemmer aus Gräfenhausen es verstehen, auch in der Fremde das Publikum zu begeistern, das hatten sie notgedrungen bei den Auswärtsspielen in Niebelsbach und Schwann bewiesen. Pünktlich zum Faschingsendspurt konnten die Rot-Weißen aus dem Kirschengäu wieder in ihre ehrwürdige Sixt-Narrhalla einziehen, wo sie es beim fünfstündigen unterhaltsamen Programm mit zeitlichem Überzug richtig krachen ließen.

2E9J0040Klemmer
Bildergalerie

Gräfenhausen: Närrische Prunksitzung der Klemmer

Das Publikum fühlte sich auch wieder ganz „d’hoim“ und zeigte sich recht redselig, zum Leidwesen all derer, die sich in der Bütt einbrachten. Klemmer-Präsident Harald „Olli“ Pfisterer, der nach der Begrüßung das Mikro als Premiere an Ellen Heinkel als Sitzungspräsidentin übergab, zeigte sich nicht nur erfreut, „dass de Fasching hoimgekomme isch“, sondern dankte auch den Bürgermeistern Martin Steiner und Helge Viehweg sowie allen Helfern, für die tatkräftige Unterstützung beim umzugsbedingten „Asyl“.

Auch Ameisen-Prinzessin Jaqueline I. (Kuhn) brachte ihre Freude zum Ausdruck und bekräftigte, „dass voller Einsatz wird gegeben, wir bringen den Boden der Sixthalle endlich wieder zum Beben. Es wird gefeiert und gelacht, ein Feuerwerk das wird entfacht. Nichts soll die Laune vermiesen, wir wollen die Kampagne genießen.“ Und Genuss war bei den tollen Programmpunkten wahrlich angesagt. Beim „Spieluhr“-Auftritt von Christian Zechiel, dem Präsidenten der FGAV Auerbach, hatte die Ameisen-Prinzessin Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen, unter anderem mit Birkenfelds Bürgermeister Martin Steiner.

In der Bütt blieb kein Auge trocken. Die Klemmer-Urgesteine Silke und und Thomas Gänger brachten beim Frühstückskaffee zum Ausdruck, was man sich als „alterndes Ehepaar“ so alles zu erzählen hat. So konnte das närrische Publikum in Erfahrung bringen, dass Impotenz sei „als ob man mit gekochtem Spaghetti Mikado spielt“. Und da der Apfel nicht weit vom Baum fällt, gab auch Tochter Lea Gänger als „Knöpfle“ ihre Erfahrungen als „häusleerschaffender Bauarbeiter“ zum Besten. Dass man danach durchaus eine Kur braucht, davon wusste Elferratsmitglied Ellen Heinkel zu berichten, die feststellte, „will der Speck nicht weichen, dann soll er bleiben.“ Immerhin radikal zehn Gramm abgenommen hatten dagegen Ex-Prinzessin Verena Schuhmacher und ihr Ehemann Maik beim Yoga-Einsteigerkurs, denn grünes Essen ist gesund, auch wenn sie zur Erkenntnis „Sport ist Mord“ kamen.

Dem schwungvollen Auftritt im funkelnagelneuen Kostüm von Tanzmariechen Lauren Kuhn folgten beeindruckende Auftritte mit Gardemarsch und Showtanz der mittleren und großen Tanzgarde sowie der erstmals alleinige Premierenauftakt des großen Tanzmariechens Emely Ried.

Proppenvoll auf der Bühne wurde es beim fantastischen gemeinsamen Auftritt der kleinen und mittleren Garde mit 29 Tänzerinnen, die mit ihrem Schautanz die Besucher in den Urwald mit zig Äfflein und Löwen entführten. Tänzerisch beeindruckten auch das Showtanzteam der Neereder Spundefresser aus Neureut sowie die Singener Töpfles Hexen. Eine Stimmungskanone war Marius Neumann, der von seinem Vater Martin am Keyboard unterstützt wurde. Pünktlich um Mitternacht prüften die „Dannäzpfle“ aus Schielberg mit ihrer ohrenbetäubender Guggenmusik die Standfestigkeit der Mauern der Sixtnarrhalla, bevor Klemmer Hausmusikant Martin Neumann, dafür sorgte, dass das Tanzbein noch lange geschwungen wurde.