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Bei einem Brand in Niefern ist laut Polizei ein Schaden in Höhe von 200.000 Euro entstanden. Flammen sind aus gleich zwei Dachstühlen geschlagen. © Tilo Keller
13.03.2012

Großeinsatz: Flammen schlagen aus Hausdächern

Niefern-Öschelbronn. Großeinsatz für die Feuerwehren aus Niefern-Öschelbronn, Mühlacker, Wurmberg und Pforzheim und Rettungskräfte in Niefern: Um 14.55 Uhr wurde ein Vollbrand einer Scheune im Hinterhof an der Schloßstraße in Niefern gemeldet. Vor Ort stellte sich heraus, dass das Feuer bereits auf das Nachbargebäude übergegriffen und bereits zwei Dachstühle in Brand gesetzt hat.

Bildergalerie: Hoher Sachschaden bei doppeltem Dachstuhlbrand in Niefern

Mit einem Großeinsatz im Nieferner Ortskern haben die Feuerwehren aus Niefern-Öschelbronn, Mühlacker, Wurmberg und Pforzheim gestern Nachmittag den Brand in zwei Dachstühlen rasch unter Kontrolle bekommen. Um 15 Uhr waren rund 70 Feuerwehrkräfte zur Nieferner Schloßstraße und zur Bohnenberger Straße geeilt – Flammen schlugen dort aus den Dächern von zwei Wohngebäuden. Die Ursache: In einem Holzschuppen bei den beiden Häusern war ein Feuer ausgebrochen. Rund zehn Meter hohe Flammen hatten die Dachstühle des Hauses an der Schloßstraße sowie das Nachbargebäude in Brand gesetzt, so Frank Otruba, der Sprecher der Pforzheimer Polizei.

Schon eine Stunde nach dem Alarm hatten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle. Die Feuerwehren aus Mühlacker und Pforzheim erreichten mit ihren großen Drehleitern die Dächer und löschten den Brand. Immer wieder quollen aber noch Rauchschwaden aus den Wohnungen im Dachstock. Bis 19 Uhr waren die Feuerwehrleute noch damit beschäftigt, Glutnester aufzuspüren und einen erneuten Brand zu verhindern. Die Niefern-Öschelbronner Feuerwehr unter ihrem Kommandanten Michael Szobries deckte nach dem Ersticken der Flammen die Dächer ab.

Vorsorglich waren auch zahlreiche Rotkreuz-Sanitäter nach Niefern gefahren. Drei Hausbewohner schienen eine Rauchgasvergiftung erlitten zu haben, nach ambulanter Behandlung stellte sich aber heraus, dass sie nicht ins Krankenhaus gebracht werden mussten, so Frank Otruba. Einschließlich der Polizei waren über 100 Einsatzkräfte vor Ort. Insgesamt drei Wohnungen in den beiden Dachstockwerken der Mehrfamilienhäuser seien durch die Flammen, den Rauch und das Löschwasser nicht mehr bewohnbar. Die Polizei schätzte den Schaden gestern auf rund 200 000 Euro.

Die Ursache des Brands im Holzschuppen, der dann auf die zwei Wohnhäuser übergriff, ist noch unklar. „Die Kriminalaußenstelle in Mühlacker sowie Kriminaltechniker haben aber bereits mit den Ermittlungen begonnen“, sagte Polizeisprecher Otruba.

An der Schloßstraße informierten sich auch Niefern-Öschelbronns Bürgermeister Jürgen Kurz und Kreisbrandmeister Christian Spielvogel über den Großbrand. Offenbar können die Bewohner bei Verwandten und Bekannten unterkommen. „Sollte es aber doch nötig sein, für Unterkünfte zu sorgen, dann wird die Gemeinde das organisieren“, sagte Rathauschef Kurz.

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