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Großer Einsatz, verhältnismäßig kleiner Schaden: In einer Birkenfelder Galvanik war eine kleine Menge Chlorgas ausgetreten. © Ketterl
01.10.2014

Großeinsatz in Birkenfeld: Chlorgas tritt in Galvanik aus

Glück im Unglück: Bei einem Chlorgas-Austritt in einem Birkenfelder Galvanikunternehmen ist niemand verletzt und auch die Umwelt nicht nennenswert in Mitleidenschaft gezogen worden. Auch scheint sich der Schaden in Grenzen zu halten. Und doch mussten acht Fahrzeuge und 30 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Birkenfeld und der Berufsfeuerwehr Pforzheim ausrücken, um einem möglichen Großschaden durch Giftstoffe vorzubeugen.

Bildergalerie: Chlorgas-Austritt in Birkenfelder Galvanik

So hatte der neue Gerätewagen Gefahrgut der Feuerwehr Pforzheim seinen ersten offiziellen Einsatz in Birkenfeld, obwohl der Chlorgas-Unfall letztlich nicht so spektakulär wirkte, wie zunächst zu vermuten war. Mitarbeiter des Industriebetriebs hatten am späten Nachmittag Chlorgasgeruch wahrgenommen und sich sofort in andere Räume begeben. Die giftigen Dämpfe könnten sich in Folge von am Dienstag vorgenommenen Wartungsarbeiten an der Neutralisationsanlage entwickelt haben. Untersucht wird nun, ob zum Beispiel in der Abwasseranlage ein Niveauregler aus Versehen leicht verstellt wurde, dadurch Wasser höher stieg als sonst und in der Folge davon die chemische Reaktion ausgelöst wurde.

Vorsorglich und wie bei solchen Alarmen üblich war die Feuerwehr mit einem Großaufgebot angerückt, um mögliche Schäden bei Menschen und Inventar möglichst gering zu halten. In Schutzanzügen hatten die Feuerwehrmänner das Gebäude betreten. Messungen ergaben jedoch, dass sich der Chlorgasgehalt in der Luft auf Schwimmbad-Niveau bewegt hat. Für die Umwelt hätten sich also keine Gefahren und Schäden ergeben.