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Am Tag nach dem Brand in der Brettener Baufirma Harsch, bei der es einen Millionenschaden gab, ist von Brandspuren nicht viel zu sehen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.
Am Tag nach dem Brand in der Brettener Baufirma Harsch, bei der es einen Millionenschaden gab, ist von Brandspuren nicht viel zu sehen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.
Ein Großaufgebot an Feuerwehren aus der Umgebung eilte zi einer Baufirma in Bretten, um den Brand von mehreren Baumaschinen zu löschen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. 
Ein Großaufgebot an Feuerwehren aus der Umgebung eilte zi einer Baufirma in Bretten, um den Brand von mehreren Baumaschinen zu löschen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.  © Symbolbild: dpa
09.10.2016

Großeinsatz in Bretten: Brandstiftung in Baufirma - Millionenschaden

Bretten. Insgesamt 15 Baumaschinen und Straßenbaufahrzeuge wurden am Samstagabend um 20.15 Uhr auf einem Firmengelände an der Rinklinger Straße in Bretten ein Raub der Flammen. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 1,2 Millionen Euro geschätzt.

Ein Mitarbeiter der Baufirma, der sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in der Nähe der Fahrzeuge aufgehalten hatte, wurde durch den Feuerschein aufmerksam und konnte noch mehrere Fahrzeuge mit einem Feuerlöscher ablöschen beziehungsweise aus dem Gefahrenbereich verbringen. Verletzt wurde niemand.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Bretten standen bereits drei LKW auf dem Firmengelände in Vollbrand. Auch im rückwärtigen Bereich standen ebenfalls mehrere Baumaschinen unabhängig voneinander in Flammen. Sofort leitete die Feuerwehr eine umfangreiche Brandbekämpfung über mehrere Rohre ein, um das Übergreifen der Flammen auf direkt angrenzende Lagerhallen zu verhindern. Aufgrund der beiden Brandstellen, welche auf dem Werksgelände einige Meter auseinander liegen, keimte schnell der Verdacht der Brandstiftung auf. Als die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle gebracht hatte, fand man Tücher, welche vermutlich in Brandbeschleuniger getunkt wurden. Einige davon hatten sich allerdings offenbar nicht entzündet und blieben an den Fahrzeugen und Baumaschinen zurück.

Die Feuerwehren der Stadt Bretten, Diedelsheim, Dürrenbüchig, Gondelsheim, Gölshausen, Rinklingen und Ruit waren mit insgesamt 19 Fahrzeugen und rund 80 Kräften im Löscheinsatz. Aufgrund des Brandverlaufs und der Gesamtumstände geht die Polizei von Brandstiftung aus. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, sich telefonisch unter (0721) 939-5555 zu melden.