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Großeinsatz in Neuenbürg: Ein Brandalarm im "Lebenshilfe"-Wohnheim hat Feuerwehr und DRK mobilisiert. © Seibel
20.01.2015

Großeinsatz wegen Brandalarm in Neuenbürger "Lebenshilfe"-Wohnheim

Neuenbürg. Aufregung in Neuenbürg: Am Dienstag um 1.46 Uhr wird die Feuerwehr alarmiert. Ein automatischer Brandmeldealarm hat die Pflegekräfte im „Haus Buchberg“ an der Hornisgrindestraße 15 aufgeschreckt. Dort wohnen körperlich und geistig behinderte, teils bettlägrige Menschen, die von der „Lebenshilfe“ betreut und im Brandfall evakuiert und danach zwingend professionell versorgt werden müssen. Das heißt: Großeinsatz für alle vier Freiwilligen Feuerwehren aus Neuenbürg und für das Deutsche Rote Kreuz.

Bildergalerie: Großeinsatz wegen Fehlalarm bei Lebenshilfe im Haus Buchberg

Während die Feuerwehr nach der möglichen Brandursache suchte, evakuierten Pflegekräfte 29 Menschen aus den Zimmern, um sich zuletzt im Aufenthaltsraum des Wohnheims zu sammeln. Die Evakuierung verlief geordnet. Am Ende konnten alle Helfer aufatmen: „Herausgestellt hat sich ein Defekt in der Heizungsanlage mit Auslösung der Brandmeldeanlage. Feuer gab es nicht“, erklärte DRK-Kreisbereitschaftsleiterin Liliane Augenstein. Der Neuenbürger Feuerwehrkommandant sprach gegenüber der PZ von einer überhitzten Heizungsanlage, der es an Kühlwasser gefehlt habe. Schwachstelle könnte ein Ventil gewesen sein. Bis um 4.20 Uhr dauerte der Einsatz.

Auch wenn sich im Nachhinein der Brandalarm als kleinerer Schadensfall erwies, mussten die Rettungskräfte der heiklen Situation wegen trotzdem vorsorglich in Großeinsatz-Stärke ausrücken, um in einem möglichen Katastrophenfall Menschenleben in großer Zahl retten zu können. So waren 58 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Neuenbürg, Arnbach, Dennach und Waldrennach vor Ort, dazu ein Notarzteinsatzfahrzeug, drei Rettungswagen, zwei Fahrzeuge des DRK-Ortsvereins Neuenbürg, ein Organisatorischer Leiter des Rettungsdienstes, die Kreisbereitschaftsleitung sowie zwei Helfer des Ortsvereins Königsbach, die den Leitenden Notarzt zum Einsatzort brachten.