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Immer mehr los ist im Remchinger Tafelladen, der zur Warenabholung dringend ein neues Kühlfahrzeug benötigt. Nachdem die Pforzheimer Tafeln keine Asylbewerber des Enzkreises mehr versorgen können, kommen viele Bedürftige nach Remchingen. Foto: Zachmann, Archiv
Immer mehr los ist im Remchinger Tafelladen, der zur Warenabholung dringend ein neues Kühlfahrzeug benötigt. Nachdem die Pforzheimer Tafeln keine Asylbewerber des Enzkreises mehr versorgen können, kommen viele Bedürftige nach Remchingen. Foto: Zachmann, Archiv
12.02.2016

Großer Ansturm auf den Tafelladen in Singen

Vor drei Jahren hatten manche noch Zweifel, ob Remchingen wirklich einen Tafelladen braucht. Heute stellt sich eine ganz andere Frage: Wie schaffen es die Ehrenamtlichen der Diakoniestation, den enormen Ansturm an Bedürftigen zu verkraften?

Alleine die Zahl der registrierten Kinder spricht für sich: Hatte Katrin Bauer, Leiterin des Tafelladens an der Singener Kronenstraße, zu Weihnachten 60 Kinder auf der Liste, sind es Anfang Februar bereits 160. Neben großen Familien kommen aber auch immer mehr Alleinstehende: „So viele hatten wir noch nie. Die Zahl der Bedürftigen nimmt dramatisch zu“, stellte der Diakonie-Vorsitzende Karl-Heinz Stengel fest. Katrin Bauer ergänzt: „Wir müssen die Produkte jetzt gezielter verteilen und einteilen.“ Neben verlängerten Öffnungszeiten gibt es eine fünfte separate Einlassgruppe: „Es kann nicht sein, dass man sich einfach nur durchschiebt.“

Der Hintergrund: Die Stadt Pforzheim kann wegen des eigenen Ansturms Asylsuchende aus dem Enzkreis nicht weiter in städtischen Tafeln bedienen, weshalb viele aus umliegenden Kommunen nun in Remchingen einkaufen. Bedürftige unter den rund 300 in Darmsbach untergebrachten Flüchtlingen sind noch gar nicht eingerechnet.