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Deftiges aus der Pfanne serviert der Handballclub Neuenbürg den Marktbesuchern. 

Großer Besucherandrang auf dem Neuenbürger Stoppelmarkt

Neuenbürg. Kein Durchkommen auf dem Stoppelmarkt: Trotz kühler Herbstprise strömten am Montag Hunderte von Besuchern in die Innenstadt von Neuenbürg. Zum 16. Mal hatten Stadt und Wirtschaftsbund den beliebten Bauernmarkt mit Vereinen veranstaltet, der von der Stadtkapelle und Chorgemeinschaft musikalisch eröffnet wurde und für viele bereits zur Tradition am „Tag der Deutschen Einheit“ geworden ist.

„Man kommt und trifft sich“, lachte Martin Kappler aus Höfen, der mit seiner Frau Sabine unterwegs war und zufällig seinen Freunden Renate und Georg Kolasch begegnete. Auch Conny Rebmann aus Remchingen und Wolfgang Wächter aus Bretten kommen regelmäßig zum Stoppelmarkt. „Wir kaufen auch immer frischen Käse oder Oliven und freuen uns, Leute wiederzusehen, die man ein Jahr nicht gesehen hat“, so die zwei Besucher. Mehr als 50 Stände waren rund um den Markt- und Kirchplatz aufgebaut worden. Das Angebot reichte von Likören und Gelees über Besen und Körbe bis hin zu Vesperbrettchen und handgeschneiderten Babykleidern.

Auch kulinarisch gab es keine Grenzen. Erstmals aufgetischt hat zum Beispiel der Handballclub Neuenbürg, dessen Schupfnudeln mit Speck und Sauerkraut nach einer Stunde fast weg waren. „Nächstes Jahr wissen wir’s“, nahm sich Felix Büchert vor, mehr vorzubereiten. Auch der örtliche Bergwerksverein war vertreten – mit sieben Kumpels und deftigem „Knappentopf“. Einige Händler machten zudem lautstark auf ihre Produkte aufmerksam. Gerade die Vielfalt und das Ambiente wurden geschätzt. „Die Leute sind interessiert und kommen nicht nur zum Schauen“, meinte Ingrid Astfalk aus Rottenburg, die seit vielen Jahren lateinamerikanisches Kunsthandwerk wie Panflöten oder Wollpullover anbietet.

Parallel zum Treiben auf der Straße hatten auch einige Geschäfte geöffnet. Zudem gab es im ehemaligen Eisen-Haag-Gebäude eine Ausstellung von Aquarien und Modelleisenbahnen.

Rings um die Kernstadt gab es zähfließenden Verkehr und Engpässe bei den Parkplätzen. Aufgrund der Baustelle an der Enzbrücke und der B 294 war die Stadt schwierig zu erreichen. Auf Fußstreife waren Ralf Weißert und Michael Richter vom Polizeirevier Neuenbürg. „Wir zeigen Präsenz und wollen mit den Leuten ins Gespräch kommen“, so die Polizisten, die vom Technischen Hilfswerk unterstützt wurden, die Rettungswege frei zu halten.

Cordula Grob aus Birkenfeld störte das alles nicht. Sie war mit ihrer Cousine Stephanie Klasinski, deren Kinder und Hund Georgi unterwegs. „Ich find’s gemütlich hier“, sagte sie.