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Foto: Symbolbild
Einbruch © dpa-Archiv
21.11.2014

Großer Erfolg: Einbrecherbande geht der Polizei ins Netz

Ermittler des Polizeipräsidiums Ludwigsburg und der Abteilung Organisierte Kriminalität der Staatsanwaltschaft Stuttgart waren monatelang dran an drei Georgiern, die für Einbrüche im ganzen Land, auch in Ölbronn-Dürrn, verantwortlich gemacht werden.

Am Donnerstag schlug die Polizei zu. Beamte aus Südhessen stellten das Trio auf der A 5 beim Darmstädter Kreuz, während Polizisten in Rheinstetten, Ludwigsburg, Kernen, Sinsheim und Gäufelden Zimmer in Asylbewerberunterkünften durchsuchten, die von den 23, 26 und 29 Jahre alten Männern genutzt wurden.

Sichergestellt wurden im Zuge der langen Ermittlungen – neben Beutestücken, die wohl aus Ladendiebstählen stammen – Wertgegenstände wie Laptops, Schmuck und Uhren. Alles erbeutet bei Wohnungseinbrüchen. Einiges davon war Polizisten erstmals Ende September aufgefallen, als sie in anderer Sache eine Asylbewerberunterkunft in Ludwigsburg-Hoheneck durchsuchten. Im Zimmer eines 39-jährigen Georgiers, in dem sich auch die drei Verdächtigen aufhielten, fielen Gegenstände auf, die die Polizei in akribischer Kleinarbeit zu Einbruchstatorten zurückverfolgte. Mit Fotos der Funde wurde nach den Besitzern gesucht. Einbruchsopfer aus Ölbronn-Dürrn gehörten dazu. Weitere mutmaßliche Tatorte der Georgier wurden in Bietigheim-Bissingen, Besigheim, Lauffen am Neckar, Heilbronn-Biberach und Aspach-Riedenau ermittelt. Der 29-jährige Verdächtige geriet Ende Oktober erneut ins Visier, als die Autobahnpolizei Sinsheim eine hochwertige Sammlermünze aus einem Einbruch in Neuhausen/Fildern in seinem Wagen fand. Das Netz wurde immer enger zugezogen – bis zur jetzigen Verhaftung. Zwölf Einbrüche glauben die Ermittler, bislang nachweisen zu können. Der Wert der sichergestellten Beute beträgt rund 300 000 Euro. Die Verdächtigen wurden gestern dem Haftrichter vorgeführt. Alle drei sitzen ein.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe sind in diesem Jahr mehrfach georgische Verdächtige geschnappt worden. Nach Festnahmen zwischen Ende März und Mai ging die Zahl der Einbrüche in Pforzheim und dem Enzkreis damals schnell zurück. Seit dem Herbst steigen die Zahlen wieder.

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