nach oben
Zu Hause ist’s am schönsten - besonders in den eigenen vier Wänden. Der Kreis Calw will Häuslebauern unter die Arme greifen. Foto: Deutsche Vermögensberatung/DPA-Archiv
Zu Hause ist’s am schönsten - besonders in den eigenen vier Wänden. Der Kreis Calw will Häuslebauern unter die Arme greifen. Foto: Deutsche Vermögensberatung/DPA-Archiv
06.05.2019

Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft? – Kreis Calw ringt um mehr Wohnungen

Kreis Calw. Der Landkreis Calw überlegt, ob er gemeinsam mit den Kommunen eine Wohnungsbaugesellschaft gründet. Die SPD-Fraktion des Kreistags hatte so einen Zusammenschluss beantragt, damit im Kreisgebiet „für breite Schichten bezahlbare Wohnungen errichtet, vermietet und verwaltet werden“. Der Kreis könne dazu auch Förderprogramme des Staates nutzen.

Aus Sicht der Kreisverwaltung und der Kreisräte war im Verwaltungs- und Wirtschaftsausschuss unstrittig, dass im Landkreis günstige Mietwohnungen fehlen und der Bedarf steigt. Die anderen Fraktionen waren jedoch nicht überzeugt davon, dass eine kreiseigene Gesellschaft das Problem lösen kann.

Denn das Landratsamt besitzt keine eigenen Baugrundstücke. Außerdem haben die einzelnen Kommunen die Planungshoheit für Wohnhäuser. Ein möglicher Ausweg: Mehrere Gemeinden denken bereits daran, sich unter einem Dach zu vereinen, um in Eigenregie bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, so die Verwaltung.

Gründe der Kreis Calw eine Wohnungsbaugesellschaft, müsse entschieden werden, wie sie überhaupt zu dem nötigen Kapital komme. Um zehn bis zwölf Wohnungen zu bauen, sind aus Sicht der Verwaltung rund drei Millionen Euro nötig. Ein Drittel davon, rund eine Million Euro, müsste sich dann aus dem Kreisetat und den Etats der beteiligten Kommunen speisen. Die anderen zwei Drittel ließen sich über fremdes Geld finanzieren.

Ein Eigenbetrieb habe einen Pferdefuß, so die Kreisverwaltung: „Eine Beteiligung Dritter ist ausgeschlossen.“ Will heißen: Ob so eine Gesellschaft überhaupt staatliche Zuschüsse erhalte, ist unklar. Aber da ist ja noch die Idee, dass Kommunen die Federführung übernehmen und der Landkreis solche Gemeinschaften bei Fragen rund um den Wohnungsbau beratend begleitet.

Mehr lesen Sie am Dienstag, 7. Mai, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.