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Geschäftsführer Norbert Bogner sieht die Neuerung entspannt. Foto: Meyer
Geschäftsführer Norbert Bogner sieht die Neuerung entspannt. Foto: Meyer
07.12.2018

Gründung von Betriebsrat bei miteinanderleben

Enzkreis.Einige Veränderungen hat der Bruch beim Verein miteinanderleben (ML) mit sich gebracht. Ab Frühjahr 2019 soll es einen Betriebsrat geben. Dies sei bislang „absolut tabu“ gewesen, sagt Verdi-Bezirksvorsitzender Holger Egger.

Klaus Nägele, Verdi-Gewerkschaftssekretär Mittelbaden-Nordschwarzwald, begleitet die Gründung. In dieser Woche wurde die Ausschreibung ausgehängt, die Wahl erfolgt sechs Wochen später. Ende Januar, Anfang Februar könne das Gremium die Arbeit aufnehmen.

ML sei gewachsen, begründet Rainer Mahler, Wahlvorstandsvorsitzender und Schulbegleiter für ML, den Schritt. Mittlerweile habe der Verein 270 Mitarbeiter – da sei eine Arbeitnehmervertretung erforderlich. Der Weggang zahlreicher Mitarbeiter – ein Prozess, den man stoppen wolle. Man wolle erreichen, dass einheitliche Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträge sowie Regelungen für Be- und Entfristungen geschlossen werden können. „Die Installation eines Betriebsrats macht einen Arbeitgeber attraktiver“, ist Mahler überzeugt.

Wohlwollend blickt der neue Geschäftsführer Norbert Bogner auf die Entwicklung: „Ich halte diese Beteiligung für nicht schlecht.“ In den zehn Wochen, die er an der Spitze von ML stehe, habe sich einiges geändert. Ein Teil der Befristungen sei aufgehoben worden. Man sei dabei, jedes einzelne Arbeitsverhältnis zu prüfen, auch was die Einstufung in Gehaltsgruppen angehe. Dabei orientiere man sich am Tarifvertrag des Paritätischen Wohlfahrtsverbands.