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Auch Iris Rohrer setzt auf die sanften Kräfte der Bäume, deren Nadeln zur Unterstützung der Heilung verwendet werden können.  Foto: Gabriele Meyer 

Grüne Kraftwerke: Naturpädagogin gibt Wissen über Nadelbäume weiter

Höfen. Die Schwarzwälder wissen es natürlich: Es sind nicht alles Tannen, was da auf ihren Bergen steht. Nicht selten entpuppt sich der Nadelbaum als Fichte oder Douglasie. Welche Eigenarten die grünen Kraftwerke der Natur haben und welche heilenden Kräfte oder wohlschmeckenden und gut riechenden Möglichkeiten in ihnen stecken, davon weiß Renate Fischer zu erzählen.

Die Naturpädagogin kennt sich aus, ist mit dem Wald vertraut. Ihr Wissen behält sie nicht für sich, im Kursaal des Höfener Rathauses gab sie es jetzt in einem Kurs „Von Bäumen und Nadeln - und was man damit machen kann“ weiter.

Es ist gerade die Zeit der „Schössele“, der jungen hellgrünen Maitriebe der Nadelbäume. Die braucht man, will man die Salben und Mixturen selbst herstellen, die der Gesundheit zugute kommen. Probieren kann man sie an Ort und Stelle – es schmeckt würzig, zart und frisch, nach Wald und ganz viel Vitamin C.

Doch Sorgfalt mahnt Renate Fischer, muss man beim Sammeln walten lassen: „Immer von verschiedenen Bäumen und nie nur von einem Baum nehmen. Nur den unteren Bereich von großen Bäumen nutzen und nicht von den großen Zweigen abbrechen“. Förster sehen das oft nicht gerne, und erlaubt ist es auch nicht überall – man sollte sich vorher informieren.

„Mein Vater musste früher immer Schmiere stehen, wenn wir Schössele sammelten“, erzählt eine Kursteilnehmerin, die sich noch gut daran erinnert, wie man zuhause Sirup davon machte – der schmeckte köstlich und war gut bei Erkältungen. „Wipfelsirup“ nennt Fischer die schichtweise angesetzte Zucker-Nadel-Mischung – aber auch in Honig entfalten die jungen Nadeltriebe ihre wohltuende Wirkung.

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