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Anbauten abgerissen: Sobald das Wetter es zulässt, soll im Bereich des „Grünen Walds“ in Hamberg mit dem Bau von Saal und Küche begonnen werden. Foto: Ketterl
Anbauten abgerissen: Sobald das Wetter es zulässt, soll im Bereich des „Grünen Walds“ in Hamberg mit dem Bau von Saal und Küche begonnen werden. Foto: Ketterl
01.02.2017

„Grüner Wald“: Hamberger Traditionslokal soll in neuem Glanz erstrahlen

Neuhausen-Hamberg. Zumindest schluckweise kann man mittlerweile den neuen „Grünen Wald“ kosten. Während noch kein Termin für die Wiedereröffnung des Traditionslokals in Hamberg feststeht, gibt es laut Investor Sven Bogner im Getränkeladen in der Neuhausener Ortsmitte das Hausbier bereits zu kaufen. Das naturbelassene Pilsner in schwarzen Flaschen wurde im November bereits beim H.E.A.T Festival in der Rockfabrik Ludwigsburg ausgeschenkt. Gebraut werden soll es in der Hamberger Brauwerkstatt, ebenfalls auf einem Grundstück Bogners an der Hauptstraße und nur einen Steinwurf vom „Grünen Wald“ entfernt.

Wann das Traditionslokal, für das Bogner deutsche Küche auf gehobenem Niveau verspricht, eröffnet wird, lässt der Geschäftsführer der in Pforzheim ansässigen EuroAvionics GmbH bewusst offen. „Ich habe das Grundstück 2013 gekauft und wollte zur letzten EM eröffnen“, so der 42-Jährige. Nun hat es gedauert bis die Baugenehmigung vorlag. Nicht zuletzt, weil manche Anwohner zunehmenden Verkehr und Lärm fürchteten (die PZ berichtete). „Wir haben zusammen mit dem Landratsamt alles unternommen, was geht“, sagt Bogner mit Blick auf eine Schallschutzmauer oder eine Filterung im Dunstabzug. Nachdem Anbauten, die teilweise nicht erhalten werden konnten, mittlerweile abgerissen sind, soll mit dem Bau am und ums Traditionslokal begonnen werden sobald das Wetter es zulässt. Unter anderem werden der Saal und die Küche – diese in größerer Form als bisher – wieder aufgebaut, so Bogner. Ein angrenzendes Mehrfamilienhaus steht schon. Die Wohnungen sollen später gegebenenfalls von Mitarbeitern genutzt werden, so Bogner.

Der 42-Jährige selbst will sich weiterhin seiner Tätigkeit als Geschäftsführer im Bereich Luftfahrttechnik widmen und plant nicht, sich ins Tagesgeschäft im „Grünen Wald“ einzuschalten. Nach wie vor steht er aber felsenfest hinter der Idee, das seit vier Jahren leer stehende Traditionslokal, in das er einige Millionen Euro investiert, umzubauen und damit die Gaststättentradition im Ort wiederzubeleben. „Mir schmeckt, was wir hier machen“, betont der Ur-Hamberger.