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In diesem Verwaltungsgebäude am Salmbacher Weg in Engelsbrand sollen vor allem Flüchtlingsfamilien ein neues Zuhause finden. Foto: Falk
In diesem Verwaltungsgebäude am Salmbacher Weg in Engelsbrand sollen vor allem Flüchtlingsfamilien ein neues Zuhause finden. Foto: Falk
01.10.2015

Grünes Licht für Asyl in Engelsbrand: 51 Flüchtlinge in Verwaltungsgebäude

Engelsbrand. Der Gemeinderat Engelsbrand hat bei einer Sondersitzung nun grünes Licht für den Umbau eines Verwaltungsgebäudes am Salmbacher Weg in Engelsbrand in eine Asylunterkunft gegeben. Nur zwei Ratsmitglieder stimmten nach ausgiebiger Diskussion gegen das Vorhaben des Enzkreises. Ein Ratsmitglied enthielt sich der Stimme.

Die Tatsache, dass die große Mehrheit für den Umbau des Gebäudes gestimmt hat, ist aber weniger ein Ergebnis der Überzeugung, als vielmehr eines der Vernunft. Schließlich gibt es, wie Bürgermeister Bastian Rosenau sowie der Haupt- und Bauamtsleiter Andreas Herb mehrfach erläuterten, keine rechtliche Handhabe, gegen das Bauvorhaben zu stimmen, nachdem erst im November vergangenen Jahres durch eine gesetzliche Neuregelung die Einrichtung von Flüchtlingsunterkünften in Gewerbegebieten per Bundesgesetz genehmigt worden war. Dennoch plädierten Rosenau und einige Ratsmitglieder dafür, verbunden mit der Zustimmung eine klare Botschaft an das Landratsamt als Bauträger zu senden, damit auch der Wille und die Position der Gemeinde in der Kreisverwaltung deutlich werde.

Bereits in der ersten Jahreshälfte hatte sich der Engelsbrander Gemeinderat schließlich mit Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber beschäftigt und war damals zu einem klaren Ergebnis gekommen. Engelsbrand ist grundsätzlich bereit, Flüchtlinge aufzunehmen, will diese aber möglichst dezentral in freistehendem Wohnraum der Kommune unterbringen.

Diesem Beschluss steht nun das Vorhaben des Landratsamtes Enzkreis entgegen. In dem von der Kreisverwaltung für zehn Jahre angemieteten Gebäude im Gewerbegebiet sollen 51 Personen untergebracht werden – nach Auskunft des Landratsamtes überwiegend Familien.

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