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Die Meinung der Wimsheimer Einwohner zum Gemeindeentwicklungskonzept ist wichtig. Dieses Bild entstand bereits bei einer Bürgerversammlung aus dem Jahr 2014. Foto: Fux, Archiv
Die Meinung der Wimsheimer Einwohner zum Gemeindeentwicklungskonzept ist wichtig. Dieses Bild entstand bereits bei einer Bürgerversammlung aus dem Jahr 2014. Foto: Fux, Archiv
12.05.2016

Grünes Licht für Gemeindekonzept in Wimsheim

Die Heckengäugemeinde macht Nägel mit Köpfen: Wimsheim will nun ein Gemeindeentwicklungskonzept (GEK) unter Federführung und Prozessbegleitung von Barbara Malberg-Graf vom Büro Plan N und unter Beteiligung und Mitwirkung der Bürger auf den Weg bringen. Die Prozessbegleiterin stellte nun in der Gemeinderatssitzung ihr Konzept vor.

Allerdings gehen bei der Umsetzung und beim Schwerpunkt die Meinungen der Gemeinderäte auseinander. Axel Heinstein (Bürger für Wimsheim) will am Beschluss vom April festhalten. Somit soll ein wesentliches Ziel des GEK die Fortführung der Ortskernsanierung mit einer Antragstellung auf weitere Aufnahme in das Landessanierungsprogramm oder Aufnahme in das Entwicklungsprogramm ländlicher Raum bilden. Stefan Döttling und Sandra Beck-Lankocz, beide von der Bürgerinitiative Wimsheim, würden das Ganze gerne offener gestalten und den Bürgern weniger Vorgaben geben, damit diese ihre Ideen für die Gemeindeentwicklung ungefiltert einbringen können.

Bürgerbeteiligung samt Ideenwerkstatt ist der Fachfrau des nun beauftragten Büros ebenso wichtig. Malburg-Graf geht innerhalb eines Jahres von etwa drei Bürgerveranstaltungen aus. Im Herbst 2017 soll dann ein Paket für ein Förderprogramm geschnürt werden, das unterm Strich als ein Ziel herauskommen soll.

Gemeinderat Günter Stallecker geht dies deutlich zu langsam. Der FWV-Gemeinderat würde stattdessen lieber auf einige Bürgerveranstaltungen verzichten und dafür bereits zum Ende dieses Jahres Ergebnisse vorgelegt bekommen.

„So schnell geht es nicht, denn es muss alles vorbereitet werden“, gab Bürgermeister Mario Weisbrich zu bedenken. Dass viel Arbeit vor Ort, besonders auf die Verwaltung zukommen wird, daraus machte Malburg-Graf keinen Hehl. „Wir haben quasi nur Halbpension gebucht, wenn wir mehr wollen, dann kostet es auch mehr“, fasste Beck-Lankocz zusammen. Der voraussichtliche Auftragsumfang beträgt etwa 45 000 Euro. Im Haushalt 2016 sind Mittel in Höhe von 15 000 Euro eingestellt. Zunächst soll nun der Gemeinderat in einer Sitzung oder Klausur die „Leitplanken“, den Rahmen für die Bürgerbeteiligung festlegen.