nach oben
Auf dieser Rasenfläche im Bilfinger Friedhof nördlich der Johanneskirche werden 79 Erdgräber und Urnengräber angelegt.  Manfred Schott
Auf dieser Rasenfläche im Bilfinger Friedhof nördlich der Johanneskirche werden 79 Erdgräber und Urnengräber angelegt. Manfred Schott
23.02.2017

Grünes Licht für gärtnergepflegtes Grabfeld in Bilfingen

Kämpfelbach. Der Gemeinderat gab grünes Licht für die Anlegung eines gärtnergepflegten Grabfeldes auf dem Friedhof im Ortsteil Bilfingen. Wie Jürgen Simon von der Kämpfelbacher Friedhofsverwaltung berichtet, wird das Grabfeld im Auftrag der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner (GBF) mit Sitz in Karlsruhe von der Friedhofsgärtnerei Hilligardt aus Pforzheim angelegt und künftig auch gepflegt.

Der Gestaltungsvorschlag sieht auf einem Areal nördlich der als Aussegnungshalle genutzten Johannes-Kirche, rechts des alten Friedhofskreuzes 14 Erdgrabstätten, 53 Urnengrabstätten sowie 12 Urnengräber in einer Gemeinschaftsanlage unter einem Baum, also insgesamt 79 Gräber vor. Die Zuteilung eines gärtnergepflegten Grabes kann durch die Friedhofsverwaltung nur erfolgen, wenn durch den Verfügungsberechtigten eine Dauerpflegevereinbarung mit der GBF für die Dauer der Ruhezeit abgeschlossen wird. Friedhofsgärtner Georg Hilligardt bezifferte die Kosten für die Grabgestaltung mit beschrifteter Grabplatte und eine 15-jährige Pflege bei den Urnengemeinschaftsgräbern mit voraussichtlich etwa 3000 Euro und bei den Urnenwahlgräbern mit 4000 Euro. Die Gräber für die Erdbestattung haben eine Liegezeit von 25 Jahren. Dafür betrage der Grabpflegesatz voraussichtlich 5200 Euro. Dazu kommen noch die satzungsgemäßen Friedhofsgebühren der Gemeinde. Diese sollen im Übrigen neu kalkuliert werden.

Auf Rückfrage von Gemeinderat Gerhard Scholder (CDU) nach dem Stand der Vorarbeiten und den Grabpflegekosten für eine Erdbestattung in einer Rasengrabfläche wurde seitens des Friedhofsgärtners ein Betrag in Höhe von 3000 Euro genannt. Dazu kommen noch die Kosten für eine Grabplatte mit Beschriftung. Da die Pflege der Rasenfläche kostenintensiv sei, so Hilligardt, könne man kaum von einer günstigeren Bestattungsform sprechen. Der Gemeinderat billigte die Neufassung der Friedhofssatzung.