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Der Angeklagte (rechts) beim Prozessauftakt Anfang Oktober mit seiner Verteidigerin Susanne Burkhardt aus Pforzheim. 

Grunbacher Beziehungsdrama landet vor dem Bundesgericht

Karlsruhe/Engelsbrand-Grunbach. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe wird das Verfahren und Urteil im Grunbacher Beziehungsdrama vom vergangenen Jahr nun definitiv prüfen.

Die Verteidigung des Angeklagten hatte bereits eine Woche nach Prozessende Revision gegen den Richterspruch des Schwurgerichts in Karlsruhe eingelegt, diese nun aber endgültig schriftlich eingereicht und begründet. Das teilt Jochen Herkle, Sprecher des Landgerichts in Karlsruhe, mit. Die Entscheidung des BGH werde voraussichtlich Ende April fallen. Die Verteidigerin des Mannes war gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Das Schwurgericht in Karlsruhe hatte den Mann im Oktober wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu acht Jahren Haft verurteilt. Das Urteil war jedoch noch nicht rechtskräftig. Der zum Tatzeitpunkt 32-Jährige soll seine Lebensgefährtin im April 2016 dermaßen verprügelt haben, dass diese letztendlich an inneren Verblutungen verstarb. Danach hatte er tagelang versucht, sich selbst das Leben zu nehmen, bis die Polizei die Verlobten fast eine Woche später im gemeinsamen Haus in Grunbach fand.

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