nach oben
Der Männergesangverein „Freundschaft“ Wimsheim unter der Leitung von Fritz Kappenstein (vorne, Vierter von links) feiert sein 100-jähriges Bestehen. Fotos: Privat
Der Männergesangverein „Freundschaft“ Wimsheim unter der Leitung von Fritz Kappenstein (vorne, Vierter von links) feiert sein 100-jähriges Bestehen. Fotos: Privat
Gründeten den Wimsheimer Männerchor 1919: Eugen Ruof (hinten von links), Andreas Klingel, Karl Bossert, Eugen Bossert, Wilhelm Maier, Otto Essig, Otto Kirschner und Fritz Lauser sowie Wilhelm Friedrich (vorne von links), Otto Reyle, Wilhelm Benzinger, Karl Lauser, Karl Kirschner, Robert Lauser und Georg Lauser. Foto: Privat
Gründeten den Wimsheimer Männerchor 1919: Eugen Ruof (hinten von links), Andreas Klingel, Karl Bossert, Eugen Bossert, Wilhelm Maier, Otto Essig, Otto Kirschner und Fritz Lauser sowie Wilhelm Friedrich (vorne von links), Otto Reyle, Wilhelm Benzinger, Karl Lauser, Karl Kirschner, Robert Lauser und Georg Lauser. Foto: Privat
02.05.2019

Grund zum Feiern: Männergesangverein „Freundschaft“ Wimsheim wird 100 Jahre alt

Wimsheim. Grund zum Feiern haben am Wochenende die Sänger des Männergesangvereins „Freundschaft“ in Wimsheim: Dieser besteht nun offiziell seit 100 Jahren. Vermutet wird allerdings, dass die Vereinsgründung schon weit vor 1900 geschah. Schriftlich dokumentiert ist jedoch nur die Gründungsversammlung im Jahr 1919 im Gasthaus Waldhorn.

So bereiten sich die Männer um den Vorsitzenden Joachim Kurz schon seit mehr als einem Jahr auf die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Vereins vor. „Es soll ein Fest mit Optimismus und Freude werden, bei dem wir uns über die Würdigung des Vereins durch Repräsentanten des öffentlichen Lebens und der Chorszene freuen. Wir möchten aber auch beim Festbankett bewusst die musikalische Unterhaltung der Gäste in den Mittelpunkt stellen“, betont Kurz.

Zeitweise 110 Mitglieder

Der Verein blickt auf eine Geschichte mit Höhen und Tiefen zurück: Zu verkraften hatte der Verein vor allem die Auswirkungen zweier Weltkriege. Auch in der Mitgliederentwicklung gab es Auf- und Abwärtsbewegungen. Anlässlich der Fahnenweihe 1934 wurden 53 Mitglieder gezählt. Bereits mehr als doppelt so viele – nämlich 110 Mitglieder – hatte der Verein bei seinem 40-jährigen Jubiläum. Im Jahr 1970, also ein Jahr nach dem 50. Vereinsgeburtstag, zählten die Wimsheimer bereits 116 Mitglieder. Dies ist nach den verfügbaren Aufzeichnungen und Dokumenten der höchste Stand. Die Anzahl der aktiven Sänger lässt sich leider nicht mehr genau zurückverfolgen. Fest steht: Von 1974 bis 1982 hatte der Verein sogar einen Jugendchor mit teilweise 90 Mitgliedern. In der jüngeren Geschichte, im Jahr 2009, zählte der Männerchor 57 aktive Sänger. Damals gelang es einigen singenden Vätern ihre Söhne und vereinzelt auch deren Freunde zum aktiven Mitsingen im Chor zu motivieren. Danach sank die Zahl der Sänger wieder. „Natürlich bleiben auch wir nicht von der Erosion verschont, die die traditionellen Männerchöre seit einigen Jahren vor große Probleme stellt“, sagt Kurz und ist froh und stolz, dass sich der Wimsheimer Männerchor mit 44 aktiven Sängern zum 100. Geburtstag – im regionalen Vergleich der Männerchöre – noch gut behaupten kann.

Aktueller Dirigent, wenn auch nur vorübergehend, ist Fritz Kappenstein. Der Chorleiter ist in der Heckengäugemeinde kein Unbekannter, denn er leitete den Chor bis 2009 über ein Vierteljahrhundert. Nach einer plötzlichen Vakanz in der Chorleitung Ende vergangenen Jahres führt nun der zum Ehrendirigenten ernannte Fritz Kappenstein den Chor übergangsweise bis zum Jubiläum.

Eine anhaltende Erfolgsgeschichte ist die Freundschaft zum Schützenchor im schweizerischen Stansstad am Vierwaldstätter See. Sie wurde bei einem Vereinsausflug 1964 begründet und hält bis heute. In Wimsheim ist der Männergesangverein kulturell und gesellschaftlich nicht mehr wegzudenken: So ist der Chor beispielsweise seit 1976, der Geburtsstunde des Wimsheimer Straßenfestes, mit von der Partie.