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Das wird die Bürger im Enzkreis freuen: Landrat Karl Röckinger will den Jahresgrundbetrag für die Müllgebühren erneut senken und zwar um zwölf Prozent.
Enzkreis-Müllgebühren sinken zum viertel Mal in Folge © Schmid
16.11.2010

Grund zur Freude: Enzkreis-Müllgebühren sinken erneut

ENZKREIS. Das wird die Bürger im Enzkreis freuen: Landrat Karl Röckinger will den Jahresgrundbetrag für die Müllgebühren erneut senken und zwar um zwölf Prozent. Allerdings muss dieser Vorschlag erst noch vom Kreistag im Zuge des Haushaltsbeschlusses für 2011 abgesegnet werden. In den zurückliegenden Jahren hatte der Enzkreis bereits mehrfach seine Müllgebühren beim Grundbetrag reduziert.

Der Landrat im O-Ton: "Ich schlage vor, die Müllgebühren beim Jahresbetrag entgegen dem Landestrend um durchschnittlich zwölf Prozent zu senken, es wäre die vierte Gebührensenkung in den letzten Jahren." Enzkreis-Umweltdezernent Kar-Heinz Zeller nannte die konkreten Zahlen (bezogen auf den Jahresgrundbetrag und einen Vier-Personen-Haushalt): 2005 von 129 auf 122,40 Euro (minus 5,1 Prozent), 2006 von 122,40 auf 100,80 Euro (-17,6%), 2010 von 100,80 auf 89,40 Euro (-11,3%) und – sofern der Kreistag zustimmt – 2011 von 89,40 auf 78,60 Euro (-12%).

Philip Mukherjee von der Pressestelle der Stadt Pforzheim sagte gestern, dass der Gemeinderat am 14. Dezember über die Höhe der Müllgebühren in der Goldstadt beraten werde. Die Müllgebühren in Pforzheim seien aufgrund verschiedener Faktoren nicht mit der Enzkreis-Gebührensystematik vergleichbar. Beispielsweise beinhalte die Müllgebühr in Pforzheim bereits den Sperrmüll. Im Enzkreis müsse man dafür extra bezahlen.

Beibehalten will der Enzkreis auf jeden Fall sein Sammelsystem "Flach und rund". Das Duale System Deutschland (DSD) hatte gefordert, die Abfälle in den bislang genutzten Grünen Tonnen sortenreiner einzusammeln und für Altglas Sammelstellen einzurichten. Der Enzkreis will aber an seinem bewährten Holsystem festhalten.