nach oben
Das Interesse im Zelt war groß: Die Zuhörer wollten wissen, was der CDU-Spitzenkandidat zu heißen Themen sagt.  Fux
Das Interesse im Zelt war groß: Die Zuhörer wollten wissen, was der CDU-Spitzenkandidat zu heißen Themen sagt. Fux
Heimspiel in Wurmberg für Guido Wolf (rechts) mit Marianne Engeser, Martin Gegenheimer, Viktoria Schmid, Gerhard Hermann und Gunther Krichbaum (von links).
Heimspiel in Wurmberg für Guido Wolf (rechts) mit Marianne Engeser, Martin Gegenheimer, Viktoria Schmid, Gerhard Hermann und Gunther Krichbaum (von links).
13.09.2015

Guido Wolf steht in Wurmberg beim Frühschoppen den Parteifreunden Rede und Antwort

Lässig in Jeans, Karohemd und einem anthrazitfarbenen Jackett betritt Guido Wolf, CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2016 und Fraktionsvorsitzender, das proppenvolle Festzelt in Wurmberg. Dort ist der politische Frühschoppen, organisiert von der Wurmberger CDU, dem Ortsvorsitzenden Gerhard Hermann und der Landtagsabgeordneten Viktoria Schmid im Hof der Firma Baustoffe Meeh, bereits voll im Gang.

Der Jurist schüttelt Hände, wird herzlich begrüßt. Und schon bald ist klar: Er macht Punkte in der Stefan-Mappus-Region, dem Ex-Ministerpräsidenten, dem die Wurmberger wegen des erkämpften Stegs über die Autobahn immer tief verbunden waren.

Mappus ist in diesem Jahr in Wurmberg nicht dabei, aber Schmid erinnert an die Zeit vor ihrer ersten Landtagswahl, als sie mit dem damaligen Ministerpräsidenten auf dem Wurmberger CDU-Gartenfest war. Auch für sie ist es ein Heimspiel. Schließlich spielt ihr Sohn Fußball in der Heckengäugemeinde. Viele CDU-Politiker aus Pforzheim und der Region, darunter Bundestagsabgeordneter Gunther Krichbaum, hören sich Wolfs Meinung zum Dauerbrenner Flüchtlinge an. Landtagsabgeordnete Marianne Engeser, aber auch die Bürgermeister Jörg-Michael Teply und seine Nachbarkollegen Mario Weisbrich und Michael Seiß, Kreishandwerksmeister Rolf Nagel sowie etliche Gemeinderäte – auch aus umliegenden Kommunen - und viele Bürger interessiert Wolfs Auftritt. Der würzt seine teils schwäbischen Ausführungen mit Witz, Charme und deutlichen Worten.

In Sachen Asyl- und Flüchtlingspolitik ist er nah bei seinem Publikum, dem christliche Werte wichtig sind, und die nicht in eine rechte Ecke gestellt werden möchte, weil es Unterschiede zwischen Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen mache. Sichere Herkunftsländer sind ebenso ein Thema wie einheitliche EU-Standards, aber auch kaputte Landstraßen.

Die Wurmberger ermöglichen dem schwäbischen Spitzenkandidaten ein Heimspiel. Bereits als zu Beginn die Nationalhymne, gespielt vom örtlichen Musikverein erklingt, erheben sich die Menschen und singen mit. „Vor Ihnen haben sich schon zwei CDU-Ministerpräsidenten ins goldene Buch der Gemeinde eingetragen, das kann ein gutes oder ein schlechtes Omen sein“, sagt Teply und prompt bekommt das Mikro einen Wackler. Doch den hat Thomas Meeh rasch wieder im Griff.

„Ein Wolf in Wurmberg. Herzlichen Dank für den freundlichen Empfang. Ich komme wieder“, schreibt der CDU-Spitzenkandidat ins Buch. Wurmbergs Rathauschef will ihn beim Wort nehmen. Und weil Wolf wieder kommen will, möchte der CDU-Mann auch keine Versprechen machen, die der Oberschwabe vielleicht nicht halten kann. Und so ist Wolf auch beim Thema Pforzheimer Polizeipräsidium zurückhaltend.

„Zwölf Präsidien sind nicht in Stein gemeißelt, sie kommen alle auf den Prüfstand, aber ich kann für Pforzheim nichts versprechen. Es ist aber egal wo ein Präsidium steht, wichtig ist, dass die Polizei funktioniert“.