nach oben
23.12.2016

Gutachten über Notarzt-Versorgung

Schömberg. Ein Gutachten soll klären, ob ein regulärer Notarzt-Standort für die Enz-Nagold-Platte eingerichtet wird. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs in Schömberg, bei dem alle Beteiligten über das Thema gesprochen haben. Bürgermeister Matthias Leyn und Vertreter des Gemeinderats erklärten AOK-Geschäftsführer Hartmut Keller, warum den Bürgern das Thema seit Jahren am Herzen liegt.

Keller ist Vorsitzender des Bereichsausschusses für den Rettungsdienst im Kreis Calw und damit zuständig für die Organisation des Notarztdienstes. Bis zum Herbst werde voraussichtlich ein Ergebnis vorliegen, so Keller. „Und daran werden wir uns orientieren.“ Man nehme die Nöte von Schömberg ernst und kümmere sich darum, betont er. CDU-Fraktionschef Joachim Zillinger ist optimistisch, dass in Schömberg ein offizieller Standort eingerichtet wird. Es sei gut, dass in das Gutachten auch Fragen der Gemeinde einfließen sollen. Bisher sei nie berücksichtigt worden, dass auf der Enz-Nagold-Platte besonders im Winter „eigene Gesetze“ herrschen. Das Thema Notarzt erregt seit Jahren die Gemüter in der Gemeinde, weil die Bürger sich von der schnellen Versorgung abgehängt sehen. Derzeit ist der Notarzt-Standort in Bad Wildbad zuständig, außerdem fährt der ergänzende Notarzt Peter Löffelhardt aus Schömberg zu Einsätzen. Den Bürgern ist der ergänzende Notarzt vor Ort aber nicht genug: Sie wollen auf lange Sicht einen regulären Standort haben. Um dieses Anliegen zu untermauern, findet noch bis Mitte Januar eine Unterschriftensammlung in der Gemeinde und in Nachbarkommunen statt. Die Zahl der Unterzeichner liege jetzt schon im vierstelligen Bereich, so Zillinger. sab