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Für einen Lacher nach dem anderen sorgt die Remchinger Ranntalbühn bei ihrem Lustspiel „0900 6 mal die 6“. Von links: Bernd Farr, Nico Werner, Monika Leitner, Dorothea Weberpold, Marianne Baran und Wolfgang Wagner. Foto: Zachmann
Für einen Lacher nach dem anderen sorgt die Remchinger Ranntalbühn bei ihrem Lustspiel „0900 6 mal die 6“. Von links: Bernd Farr, Nico Werner, Monika Leitner, Dorothea Weberpold, Marianne Baran und Wolfgang Wagner. Foto: Zachmann
02.11.2015

Gute Laune garantiert: Remchinger Ranntalbühn mit „0900 6 mal die 6“ erfolgreich

Hätte Gustav Groß (gespielt von Bernd Farr) nach der letzten Gemeinderatssitzung doch nur die Kurve gekriegt, anstatt mit seinem besten Freund Karl Klapper (Nico Werner) geradewegs in der zwielichtigen Bar „Baldamur“ zu versinken.

Dann wäre den über 500 Zuschauern, die die Remchinger Ranntalbühn nun gleich an drei Tagen in der FCN-Panoramahalle begeisterte, zwar ein heiter-humorvolles Lustspiel von Reiner Blößer mit einer gehörigen Portion an herzlichen Lachern entgangen, dem Familienvater wären aber einige Probleme erspart geblieben. Zum Glück war es aber nur eine erfundene Geschichte. Denn kaum hatte er zwischen Bier und Schnaps zu den Pokerkarten gegriffen, schon waren die 5000 Euro fürs neue Wohnzimmer dahin. Kein Wunder, dass seine Frau Frieda Groß (Dorothea Weberpold) zum Wellholz greift, als sie davon Wind bekommt. Das Drama nimmt seinen Lauf, als die Familie im liebevoll eingerichteten Wohnzimmer auch noch Besuch von der heißen Bardame Coco Loren (Andrea Giesinger) bekommt – schließlich schreibt sie den Service auch bei vergessener Kleidung groß.

Großen Applaus bekamen die Remchinger Schauspieler um ihre rührige Regisseurin Bärbel Schütz bereits in den Pausen, durch die Feierabendmusikant Horst Schäfer schwungvoll begleitete. Seit ihrem Debüt im Jahr 2000 sind die mittlerweile professionellen Theaterkünstler bekannt dafür, ihren Erlös an wohltätige Zwecke zu spenden, so dass bereits über 52 000 Euro zusammengekommen sind. In diesem Jahr kommt die Spende unbegleiteten Flüchtlingskindern zugute, die ohne ihre Eltern nach Deutschland gekommen sind. Das Kinder- und Jugendhilfezentrum Sperlingshof richtet zurzeit eine Unterkunft im „Rössle“ in Dietlingen ein, wo es den Flüchtlingen eine Zuflucht bieten will (PZ berichtete).