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Lavendelsirup und Heidelbeerkuchen boten Sabine Schweickert (rechts) und ihre Schwester Katja König. Susanne Allgaier-Haubner und Rudolf Haubner aus Neuenbürg nahmen sich gleich einige Köstlichkeiten mit nach Hause.   Molnar
Lavendelsirup und Heidelbeerkuchen boten Sabine Schweickert (rechts) und ihre Schwester Katja König. Susanne Allgaier-Haubner und Rudolf Haubner aus Neuenbürg nahmen sich gleich einige Köstlichkeiten mit nach Hause. Molnar
25.09.2016

Guten Appetit: Erfolgreiche Premiere der Gourmet-Tage auf Schloss Neuenbürg.

Tischdecken im Landhausstil, „G’rupfte Sau“ aus dem Smoker und Jagdhornbläser, die das Signal zum Essen anstimmen: Im Schlossgarten Neuenbürg wurde der Gaumen nach Herzenslust mit Wild, Wein und Kräutern verwöhnt. Erstmals fanden dort die Gourmet-Tage statt, die das Schloss in Kooperation mit der Jägervereinigung Pforzheim-Enzkreis veranstaltete.

Breites Angebot

„Sie haben das passende Wetter bestellt“, freute sich Bürgermeister Horst Martin bei der sonnigen Eröffnung, die das Jagdhornbläsercorps unter Leitung von Roland Wanitschek mit „Jägersleut, versammelt euch“ einleitete. Ein kulinarisches Angebot von über 20 Ausstellern und Gastronomen, aber auch von einem Drechsler und anderen Kunsthandwerkern wartete auf die Besucher im Schlossgraten. Zahlreiche Weingüter waren vertreten. Sogar Wildschwein aus dem Neuenbürger Revier wurde zubereitet.

So konnten die Feinschmecker nicht nur zwischen Keltern- und Stromberger Wein oder Brotfladen und Ravioli mit Steinpilzen wählen, sondern auch ihren Platz an den 45 stilvollen Tischgarnituren mit rot-weiß-karierten Decken. „Wir wollten den Gastronomen die Möglichkeit geben, zu bewirten“, sagte Schlossmuseumsleiterin Saskia Dams, die das Konzept mit dem stellvertretenden Kreisjägermeister Jürgen Förschler erarbeitet hat. Die Idee hatte Sabine Schweickert: „Ich wollte die ganzen Köstlichkeiten der Natur hier vereinen“, sagte die Kräuterexpertin aus Waldrennach, die Waldmeistersirup oder Heidelbeer-Chutney anbot – das schmecke gut zu Wildgerichten.

Rund um die Wiese waren die Stände aufgebaut, so auch der rustikale Holzbackofen und Smoker von Michael Marquedant aus Freudental. „Ich find’s herrlich hier“, sagte der Koch, der Schweineschulter bei 110 Grad Celsius zubereitete. Neben Rehragout und Pfifferling-Gerichten gab es auch Köstliches zum Probieren und Mitnehmen, die Dips und Brände von Michael Kimmelmann und Ina Hafner aus Marxzell zum Beispiel. Oder die Fruchtliköre von Michael Kenter: „Wir haben das Ur-Aroma der Früchte in die Flasche gebracht“, so der Destillateur aus Ittersbach.

Für Kinder hatten die Jägervereinigung und das Forstamt Enzkreis einen Lernort-Natur-Wagen mit Vogelpräparaten und Wissenswertem über heimische Tiere mitgebracht. Dort gab es auch einen Quiz-Pirschpfad mit Hochsitz und Fernglas, Fühlboxen sowie Tierfellen zum Raten. Zudem konnten die Kleinen ihr Talent beim Bogenschießen zeigen oder dem Hobbybildhauer Pascal Wild aus Tiefenbronn zuschauen, wie er mit der Kettensäge Eulen und Adler formte. Attraktion der Veranstaltung war zudem der Friolzheimer Falkner Otto Lieb und sein zwei Jahre alter Uhu „Jule“. Selbst über Jagdhunde war bei einer Hundevorführung viel zu erfahren.

„Ich bin total begeistert“, freute sich die Neuenbürgerin Bernadetta Ruschel, dass im Schlossgarten etwas passiert. Für Udo und Carina Landen aus Conweiler hätte es beim Essen etwas gehobener sein können. Trotzdem befanden sie das Ambiente als „wohltuend“.