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Den schweren Stoff von „Peer Gynt“ setzen die Schüler des Gymnasiums Neuenbürg modern und überzeugend um.  Foto: Molnar
Den schweren Stoff von „Peer Gynt“ setzen die Schüler des Gymnasiums Neuenbürg modern und überzeugend um. Foto: Molnar
14.06.2018

Gymnasium Neuenbürg bringt moderne Version von Ibsens „Peer Gynt“ auf Bühne

Neuenbürg. Am Gymnasium Neuenbürg haben Schüler eine beeindruckende Schauspielleistung gezeigt. Die zweifache Aufführung des Jugendstücks „Hier ist verdammt weit weg: Peer Gynt“ von Beate Rüter in der Stadthalle verdient Respekt.

Zum einen, weil es sich um einen anspruchsvollen Stoff handelt, für den auch die Schüler „einen Moment brauchten, bis sie ihn verstanden hatten“, so Regisseur Martin Klinger. Zum anderen, weil die Ensembles aus Schauspiel, Chor, Orchester und Technik daraus ein stringentes Musiktheaterstück mit 100 Beteiligten machten und zweieinhalb Stunden konzentriert blieben.

„Wir haben ein Jahr lang gearbeitet“, sagte Klinger, der den Literatur- und Theaterkurs der Oberstufe leitete und dafür gelobt wurde: „Das war ein megacooles Projekt, das sich nie wie Unterricht angefühlt hat. Wir konnten zeigen, was in uns steckt“, bedankte sich Eileen Geiger im Namen aller 20 Darsteller. In meist mehreren Rollen als Troll, Dorfbewohner oder Sklave waren sie in der modernen Version von Henrik Ibsens Klassiker zu sehen. Um die Facetten der Persönlichkeit zu zeigen, wurden die Hauptfiguren Peer, Aase, Aslak und Solveig von je drei Schauspielern verkörpert. Es ging um Identitäten und die Suche nach sich selbst. Peer, der Bauernsohn eines Säufers, träumt davon, König der Welt zu werden, gerät in Konflikt und begibt sich auf abenteuerliche Reisen. Seine verspielte Seite brachte Lisa Wild gut zum Ausdruck, seine leidenschaftliche, nie zufriedene: Denise Rhein. Emma Bossert mimte den älteren, größenwahnsinnigen Peer, der etwas erreichen will. In die Handlung eingefügt wurden Statements zum Sinn im Leben, die teils von den Schülern stammten.

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