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Häckselplatzbrand: Keltern fordert vom Enzkreis faire Lösung.
Häckselplatzbrand: Keltern fordert vom Enzkreis faire Lösung © Ketterl
08.06.2011

Häckselplatzbrand: Keltern fordert vom Enzkreis faire Lösung

KELTERN. Der Großeinsatz der Feuerwehrkräfte inklusive Überlandhilfe beim Häckselplatz-Brand im Kelterner Ortsteil Dietlingen vom 9. Mai dieses Jahres hat ein finanzielles Nachspiel erheblichen Ausmaßes.

Satte 30000 Euro hat der Einsatz gekostet, wie Kelterns Bürgermeister Ulrich Pfeifer bekannt gegeben hat. Keltern will die Rechnung aber nicht aus der Gemeindekasse begleichen, denn der Häckselplatz wird vom Enzkreis betrieben. Hinzu kommt, dass der Kelterner Verwaltungschef auch den Grund dafür benennt, warum überhaupt ein solch großes Feuer hatte entstehen können. Der Platz sei randvoll gewesen, da das für die Abfuhr des Häckselguts verantwortliche Unternehmen nicht ansatzweise mit dem Abräumen hinterher gekommen sei. Nach Einschätzung der Kelterner Verwaltung, so Pfeifer, sei in den zurückliegenden Monaten auch nicht einmal der Platz komplett abgeräumt worden. Wenn dann eine Trockenperiode einsetze, wie dieses Jahr, bestehe die Gefahr einer Selbstentzündung mit sehr viel brennbarem Material auf dem Häckselplatz.
Beim Enzkreis wollte man den Vorgang gestern nicht abschließend kommentieren. Der Leiter des Amts für Abfallwirtschaft, Ewald Buck, sagte, die Forderung der Gemeinde Keltern sei ihm neu. Der Vorgang müsse erst noch geprüft werden. Kreisbrandmeister Christian Spielvogel meinte, der Abschlussbericht des Häckselplatz-Brands liege noch nicht vor. Politische Beobachter gehen davon aus, dass Kelterns Forderung auf politischer Ebene im Landratsamt gelöst werden muss. Kelterns Bürgermeister sprach gar von einer "moralischen Verpflichtung" des Enzkreises.