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29.01.2009

Hand in Hand mit den Fußballstars

DOBEL. So nah kommen Nachwuchskicker den Stars selten: Zwei Jugendmannschaften der Sportfreunde Dobel hatten diese Woche bei den Spielen des VfB und des KSC ihren großen Einsatz als Balljungen und Einlaufpartner.

„Das war schon alles ziemlich aufregend“, bekennt Timo Keppler. Am Dienstagabend lief der Zwölfjährige Hand in Hand mit VfB-Kapitän Thomas Hitzlsperger in die Mercedes-Benz-Arena ein. „Das war sogar im Fernsehen zu sehen“, erzählt er. Einen Abend später gab der Kapitän der D-Jugend bei den Sportfreunden Dobel als Balljunge beim KSC-Spiel gegen Wehen Wiesbaden das runde Leder 15 Mal ins Spiel. „So nah hab ich die Stars noch nie erlebt“, schwärmt der Schüler. Kein Wunder also, dass er nicht sofort einschlafen konnte, als er mit seinen Kameraden gegen Mitternacht wieder in Dobel war.

Auch für Daniel König war nach der Rückkehr an beiden Abenden nicht sofort an Schlaf zu denken. Zum Glück für den Schüler der Wilhelm-Ganzhorn-Realschule in Straubenhardt hat ihm sein Klassenlehrer zumindest die erste Stunde am Mittwochmorgen erlassen. „Der ist VfB-Fan“, betont der Zwölfjährige lachend. Und obwohl der Schüler den Bayern die Daumen drückte, war das Einlaufen mit dem VfB-Spieler Sami Khedira ein Erlebnis. „Er hat zu mir ein einziges Wort gesagt und das war ‚winken‘“, schildert er. Nicht minder aufregend war für den Sohn des Jugendleiters der Dobler Sportfreunde sein Einsatz als Balljunge beim KSC-Spiel am Mittwochabend.

Begeistert von der Atmosphäre

Besonders interessant fand Maik Hummel wie der Trainer von Wehen Wiesbaden energisch mit seinen Spielern gesprochen und seine Anweisungen aufs Spielfeld gerufen habe. Der 13-jährige Gymnasiast ist noch ganz begeistert von der Stimmung, die er auf dem Rasen beim Spiel des Karlsruher Sportclubs am Mittwochabend miterlebt hat. „Das bekommt man so natürlich viel besser mit, wie wenn man ein Spiel im Fernsehen schaut“, bilanziert der C-Jugendspieler. Zumal der junge Dobler als Balljunge direkt an der Mittellinie stand. „Rechts von mir war die Wiesbadener Crew, links Ede Becker und ein Kameramann“, erzählt er.

Ebenso nah dran war Maximilian Kielthau. „Beim Abschlusstraining des VfB durften wir zuschauen und da ist doch tatsächlich der Johannes B.Kerner mit dem Pokal vorbeigelaufen“, kann es der Elfjährige noch immer nicht fassen, dass er am Dienstagabend beim Spitzenspiel in Stuttgart hautnah dabei war. „Die sind alle viel größer als man sich das so vorstellt“, hat der Enztalgymnasiast erstaunt festgestellt, als er im Tunnel an der Hand von Jan Simak stand und darauf wartete mit dem Mittelfeldspieler aufs Grün zu laufen. Wenn es nach ihm ginge, stünde so ein Einsatz als Einlaufpartner eines Starkickers oder gar als Balljunge in diesem Jahr nochmals auf der Wunschliste.

Termine sehr kurzfristig

Ob das möglich sein wird, kann Jugendleiter Klaus König nicht sagen. Schließlich waren die beiden Fußball-Abende auch für ihn selbst eine „Riesensache“. Zumal beide Termine sehr kurzfristig durch persönliche Kontakte zustande kamen. „Die Schwiegermutter von unserem Vorstandsmitglied Oliver Schmidt arbeitet beim VfB und als dort eine Jugendmannschaft ausfiel, hat sie uns eine Woche vorher Bescheid gegeben“, erläutert der Jugendleiter.

Dobels Bürgermeister Wolfgang Krieg unterhält schon länger engere Kontakte zum KSC: „Die Gemeinde ist beispielsweise jedes Jahr beim Familientag des KSC präsent“. Schon länger hat sich das Gemeindeoberhaupt darum bemüht, den Dobler Jungkickern ein solches Erlebnis zu ermöglichen. „Jetzt kam am Wochenende der Anruf, dass ebenso wie beim VfB eine andere Jugend abgesprungen ist und ob wir nicht wollten. Das war super“, freut sich der Bürgermeister. „Ich war richtig stolz, wie ich die Dobler Buben mit den Fußballern einlaufen sah“, unterstreicht der Bürgermeister. Auch wenn es durch das Losverfahren die Spieler von Wehen Wiesbaden waren.