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Am liebsten gleich losgespielt hätte Louis Fath (3) mit seiner Mutter Nadine am Stand von Hannah (hinten links) und Nadine Lüdemann.   Zachmann
Am liebsten gleich losgespielt hätte Louis Fath (3) mit seiner Mutter Nadine am Stand von Hannah (hinten links) und Nadine Lüdemann. Zachmann
11.07.2019

Handeln und Feilschen

Von wegen entspannter Samstagsbummel: Schon eine Stunde bevor der Remchinger Gruschtelflohmarkt eröffnete, herrschte ein emsiges Wuseln auf dem Kulturhallenparkplatz: Schließlich galt einerseits für die rund 130 Händler die Devise „Gut gezeigt ist halb verkauft“ und andererseits lohnte es sich für echte Raritätenjäger, früh dran zu sein.

Das wusste auch Wolfgang Merz, sicherte sich frühmorgens für den Neffen ein knallrotes Feuerwehrauto und erstand dank gutem Verhandlungsgeschick gleich noch eine Lampion-Blume gratis obendrauf. Hobbyhandwerker Wolfgang Hanke hatte nach wenigen Ständen schon eine ganze Tüte voller Holzartikel: „Man muss die Zeit nutzen, sonst sind die Schnäppchen weg.“ Für Familie Haller aus Kämpfelbach ist der Markt ein Muss: Schmuck, Schallplatten, Selbstgebasteltes oder einen Römertopf boten sie an. Ein Handwerker aus Berghausen, der auch schon jede Menge Trödelmarkterfahrung hat, sagt: „Wenn man mal in dem Alter ist und das Haus voll Sachen hat, muss man sich trennen. Früher war das Geschäft allerdings noch einfacher, da wurde der Preis, den man gesagt hat, akzeptiert. Heute wollen die Leute alles geschenkt haben.“